Bei Bauarbeiten für den Tunnel „Holstein“ im hessichen Sontra im Zuge des Neubaus der A44 zwischen Kassel und Eisenach kommt es am Dienstagvormittag zu einem dramatischen Einbruch, der zwei Menschen verschüttet, teilt die Polizei Eschwege mit. Die beiden Bauleute können von ihren Kollegen gerettet und aus der A44-Tunnel-Baustelle ins Freie gebracht werden. Das gehöre, wie Sontras Stadtbrandinspektor André Bernhardt weiß, zum Rettungskonzept, das regelmäßig trainiert werde. Etwa 20 Einsatzkräfte des Tunnellöschzugs aus den Feuerwehr-Einsatzabteilungen der Sontraer Kernstadt sowie der Stadtteile Wichmannshausen und Breitau rücken zur Unglücksstelle aus. Diese besitzen eine Spezialausbildung für Lösch- und Rettungsarbeiten in Tunnel-Bauwerken. Ferner kommen zwei Rettungswagen, ein Notarzt und die Notfallseelsorge zur Betreuung der betroffenen Mitarbeiter zum Einsatz.

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Die Verletzungen eines Verschütteten, ein 35-Jähriger aus Bosnien-Herzegowina, sind dermaßen schwer, dass eine Rettungshubschrauber-Besatzung ihn zur Behandlung in eine Klinik fliegt. Die Rettungskette und die Zusammenarbeit zwischen Bauleitung und Feuerwehr habe bestens funktioniert, äußert sich der Stadtbrandinspektor lobend.

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Nach bisherigen Erkenntnissen gibt am Dienstagvormittag ein Stahlträger in dem Tunnel nach, wodurch sich ein größerer Gesteinsbrocken löst und die zwei Arbeiter verletzt. Der zweite Arbeiter, ein 36-jähriger Pole, erleidet leichte Verletzung. Die genaue Ursache dieses Arbeitsunfalls an der Autobahnbaustelle ergründen Gutachter und Experten des Amtes für Arbeitsschutz am morgigen Mittwoch an der Unglücksstelle.