- An den Montagen im August verwandelt sich der Eiermannbau in Apolda in ein Sommerkino. Fünf Defa-Filme lassen 80 Jahre DDR-Filmgeschichte lebendig werden.
- Spannend wird es nicht nur auf der Leinwand, sondern auch im Gespräch davor und danach, wenn geladene Gäste – teils selbst an den Filmen beteiligt – persönliche Einblicke und regionale Bezüge zu Apolda herstellen.
- Mit Krimi, Liebesdrama, Kinderfilm, Inklusionsgeschichte und Literaturverfilmung verspricht das kostenlose Programm unterschiedliche Perspektiven auf die Defa und macht neugierig auf jeden einzelnen Abend.
Film- und Geschichtsinteressierte im Weimarer Land haben an allen Montagen im August die Möglichkeit, in die Filmgeschichte der DDR einzutauchen. Denn am 3. August beginnt wieder das Sommerkino im Eiermannbau in Apolda mit einer Filmauswahl, die „80 Jahre Deutsche Film AG – DEFA“ in den Blick nimmt.

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Vor und nach dem jeweiligen Film lädt der gastgebende Freundeskreis Glockenstadtmuseum dazu ein, sich mit passend geladenen Gästen, die teilweise an den Filmen beteiligt waren, in Gesprächen auszutauschen und den Regionalbezug zu Apolda und der Umgebung herzustellen. Start ist immer gegen 19 Uhr.
3. August: Vernehmung der Zeugen (1987)
In dem Kriminalfilm von Gunther Schulz ersticht der Jugendliche Maximilian seinen gleichaltrigen Klassenkameraden Rainer. Maximilians Mutter muss als Ärztin den Tod Rainers feststellen und erkennt an der Tatwaffe, dass ihr Sohn der Mörder ist. Gast: Anne Kasparik (Jahrgang 1963), Schauspielerin.
10. August: Verbotene Liebe (1990)
Die 13-jährige Barbara und der 18-jährige Georg sind Nachbarn und mögen sich gern. Aus Freundschaft wird Liebe, doch wegen Barbaras Alter ist die Beziehung in den Augen der Gesellschaft unsittlich. Auch die Eltern bereiten dem Paar Probleme. Gast: Christian Steyer (1946), Schauspieler, Synchronsprecher, Filmkomponist.
17. August: Sabine Kleist, 7 Jahre… (1982)
Bei einem Autounfall verliert das Mädchen Sabine Kleist seine Eltern. Es kommt in ein Kinderheim, wo Erzieherin Edith die wichtigste Bezugsperson wird. Als Edith aufgrund ihrer Schwangerschaft den Beruf aufgibt, reagiert Sabine verstört und reißt aus. Gast: Simone von Zglinicki (1951), Schauspielerin.
24. August: Rückwärtslaufen kann ich auch (1990)
Für die siebenjährige Kati ist ihre Einschulung ein ganz besonderer Tag. Sie hat eine Behinderung und ihre Eltern haben durchgesetzt, dass sie für ein Jahr lang probeweise eine „normale“ Schule besuchen kann. Dort kämpft sie um ihren Platz, erlebt Spott und Ungeduld. Gast: Claudia Geisler-Bading (1965), Schauspielerin.
31. August: Lotte in Weimar (1975)
Hofrätin Charlotte Kestner reist im September 1816 mit ihrer Tochter nach Weimar, um Verwandte zu besuchen. Sie gilt als das Urbild der Lotte in „Die Leiden des jungen Werthers“, in. Der Film ist die einzige DEFA-Literaturverfilmung eines Werks von Thomas Mann. Zu Gast wird Kerstin Hellberg (1962) sein.
Der Eintritt an den fünf Abenden ist frei. Sie werden durch das Projekt „Partnerschaft für Demokratie im Weimarer Land“ und den Förderkreis zur sprachlichen, beruflichen und kulturellen Integration in Thüringen unterstützt. Auch die Engagierte Stadt Apolda hilft wieder bei der Koordination des Filmprojektes.





