Die Rede des Geschäftsführers der Funke Medien Thüringen, Michael Tallai, auf der Jubiläumsfeier zu 80 Jahren Thüringische Landeszeitung (TLZ) vom 24. September in der Sendehalle in Weimar.

Auch interessant

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Freunde der Thüringischen Landeszeitung, im Namen der TLZ – und natürlich auch im Namen der gesamten Funnke Mediengruppe – heiße ich Sie ganz herzlich willkommen zur heutigen Feier anlässlich 80 Jahre TLZ!

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

 Wir haben eben ein wunderbares Video gesehen: voll von klugen Worten, Erinnerungen, Anekdoten – aber auch voller Respekt. Für eine Zeitung, die nicht laut daherkommt, aber seit acht Jahrzehnten durch Haltung auffällt, durch Nähe zu den Menschen und durch verlässliche journalistische Arbeit. Daran wollen wir heute anknüpfen. Mit einem Fest, das nicht nur zurückschaut, sondern das auch zeigt, warum Journalismus gerade heute unverzichtbar ist – und warum es gut ist, dass es diese Zeitung gibt. Seit 80 Jahren. Und jedem Tag neu.

Auch interessant

Bevor wir in das Thema einsteigen, möchte ich zunächst unsere Ehrengäste herzlich willkommen heißen. Zunächst die Redner des heutigen Abends: Ich begrüße den Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen, Herrn Professor Mario Voigt – schön, dass Sie heute mit uns feiern und damit die Bedeutung der TLZ für unser demokratisches Gemeinwesen unterstreichen. Ich begrüße Nora Marx, Gesellschafterin der Funke Mediengruppe, zu der die TLZ gehört – herzlich willkommen! Ihre Anwesenheit zeigt die enge Verbindung zwischen Verlag, Redaktion und Familie.

Ich begrüße Frau Dr. Ulrike Lorenz, Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar – wo, wenn nicht in Thüringen, gehören Kultur und Zeitung, Klassik und Gegenwart so selbstverständlich zusammen. Und ich begrüße natürlich unsere Chefredakteurin Gerlinde Sommer, die mit ihrer klaren Haltung, ihrer Themenvielfalt und ihrer unerschütterlichen Neugier die TLZ ganz wesentlich geprägt hat – und prägt. Schön, dass Sie alle heute hier sind!

Zudem möchte ich noch weitere Ehrengäste willkommen heißen: Den Präsidenten des Thüringer Landtags, Dr. Thadeus König, den Vizepräsidenten Steffen Quasebarth, den Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag Andreas Bühl, den Präsidenten des Thüringer Verfassungsgerichtshofes Dr. Klaus von der Weiden, die stellvertretende Ministerpräsidentin und Finanzministerin Katja Wolf, den Minister für Digitales und Infrastruktur Steffen Schütz, den Minister für Inneres und Kommunales Georg Maier, den Oberbürgermeister der Stadt Gotha Knut Kreuch, den Oberbürgermeister der Stadt Gera Kurt Danneberg und den Direktor der Landesmedienanstalt Jochen Fasco. Ihnen allen ein herzliches Willkommen.

212848_238_cover.jpg
80 Jahre TLZ: Eine Zeitung als Spiegel Thüringens
Tacheles Thüringen
 

 Liebe Gäste,

80 Jahre sind eine stolze Zahl. Sie sind aber auch eine Mahnung. Denn wer heute über Zeitung spricht, spricht immer auch über Veränderung, über Herausforderungen – aber eben auch über Verantwortung.

In dem Video haben wir es gehört: Die TLZ wird beschrieben als weltoffen – und zugleich tief in Thüringen verwurzelt. Sie ist unabhängig, aber nie distanziert. Kritisch, aber nie destruktiv. Und immer nah dran – an den Geschichten, an den Menschen, an der Wirklichkeit.

Das ist es, was Leserinnen und Leser seit Jahrzehnten schätzen: Engagierter Lokaljournalismus, der nicht nur berichtet, sondern erklärt. Und eine Redaktion, die nicht nach Parteibuch urteilt, sondern nach journalistischen Maßstäben. Wie wichtig das ist, dazu werden Sie heute noch einige Wortbeiträge hören.

Auch interessant

Abschließend noch ein Satz zum Ort, an dem wir uns heute befinden:

Wir feiern hier in der sogenannten Sendehalle in Weimar, einem Ort mit schwerer Vergangenheit – einem Bau aus der Zeit des Nationalsozialismus mit einer sehr wechselvollen Geschichte, der nun von Martin Kranz und seinem Team in einen Begegnungs-, Forschungs- und Gedenk-Ort umgestaltet wird. Gerade hier, in einem Gebäude, das sinnbildlich für den Wandel von Macht zu Menschlichkeit, von Propaganda zu Dialog steht, wird besonders deutlich, was eine freie, unabhängige Presse bedeutet – und warum es wichtig ist, an Geschichte zu erinnern, während wir Zukunft gestalten. Vielen Dank Martin, dass wir hier sein dürfen.

Ich wünsche uns einen inspirierenden Abend mit guten Gesprächen, lebendigen Erinnerungen – und mit dem einen oder anderen Blick nach vorn.