Auf eine Kleine Anfrage der AfD Landtagsabgeordneten Nadine Hoffmann, Denis Häußer und Stephan Steinbrück im September zur Ursache und Bekämpfung des Brandes auf der Saalfelder Höhe sowie der Folgerungen daraus antwortet für die Landesregierung Georg Maier (SPD), Minister für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung.

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Eingangs der Beantwortung informiert der Minister, dass momentan noch eine umfassende Einsatzauswertung unter Beteiligung des Landes und den kommunalen Gebietskörperschaften stattfindet und damit noch keine vollständigen Informationen vorliegen.
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Auf die Frage, ob der Landesregierung schon Kenntnisse über die Brandursache vorliegen, wird darauf verwiesen, dass die Vorfälle Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen sind und es deshalb keine weiteren Angaben gibt.
Vier Hubschrauber im Einsatz
Zur Zahl der Einsatzkräfte der Feuerwehr, aus welchen Thüringer Landkreisen bzw. Bundesländern wie auch dem Bund zur Brandbekämpfung eingesetzt worden sind, wird dies für Thüringen aufgeschlüsselt: Von insgesamt (ohne Saalfeld-Rudolstadt) 1507 Einsatzkräften kamen allein aus dem Ilmkreis 251 und dem Saale-Holzland-Kreis 151 Kameraden zum Einsatz, aus allen Landkreisen wie auch den kreisfreien Städten erfolgte eine Unterstützung. Explizit wird betont, dass die Angaben vorläufig sind und diese aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt noch fehlen.

Weiter wird informiert, dass im Zeitraum vom 3. bis einschließlich 6. Juli durchgängig ein Verbindungsbeamter der Thüringer Polizei im Verwaltungsstab des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt eingesetzt war. Zudem kamen vom 2. bis zum 7. Juli insgesamt 57 polizeiliche Einsatzkräfte zum Einsatz. Die eingesetzte Bundespolizeifliegerstaffel umfasste ein Einsatzpersonal mit in der Regel bis zu vier Einsatzkräften.

Nach Anforderung durch den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kamen 192 Einsatzfahrzeuge aus den Thüringer Katastrophenschutzeinheiten wie auch verschiedene Fahrzeuge des Bundes zum Einsatz. Durch die Thüringer Polizei wurden zwei Polizeihubschrauber sowie ein Wasserwerfer zum Einsatz gebracht. Darüber hinaus war ein Hubschrauber der bayerischen Polizei beteiligt. Zudem wurde durch den Bund ein Hubschrauber der Bundespolizeifliegerstaffel zur Verfügung gestellt.
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Gesamtfläche von rund 171 Hektar betroffen
Aufgeschlüsselt nach Eigentumsform handelte es sich bei der vom Waldbrand betroffenen Fläche um insgesamt 82,4525 Hektar. Es sind ausschließlich Waldflächen, welche sich auf 71,9425 Hektar Privatwald und 10,51 Hektar Kommunalwald aufteilen.

Die Flächensumme (Bruttoflächen) aller vom Brand betroffenen Grundstücke beläuft sich auf insgesamt 171,14 Hektar, wobei teilweise gesamte Flurstücke vom Waldbrand betroffen sind, teils jedoch nur Anteile davon.

Bei den Brandflächen handelt es sich sowohl um Kalamitätsflächen nach Borkenkäferaufarbeitung sowie um eingezäunte Jungwaldflächen und normal bestockte Waldflächen.
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Weiter wird über die Nutzung von Speichern und Gewässern zur Brandbekämpfung informiert: Es wurden die Löschwasserteiche in Gösselsdorf, Königsthal und Großneundorf sowie die Gewässer Loquitz, Gölitz und Lichte dazu herangezogen.
Keine schwerwiegenden Verletzungen
Laut Landesregierung gab es im Rahmen des Einsatzes nach 41 Wasserabwürfen einen technischen Defekt am genutzten Feuerlöschbehälter „Bambi Bucket“. Zur weiteren Brandbekämpfung wurde ein anderer Feuerlöschbehälter eingesetzt.

Entsprechend der Lagemeldung des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt konstatierte man insgesamt zehn leichtverletzte Personen, davon wiesen sechs Einsatzkräfte eine Rauchgas-Intoxikation, zwei Einsatzkräfte Erschöpfungs- bzw. Ermüdungserscheinungen und zwei Einsatzkräfte kleinere einsatzbedingte Verletzungen auf. Bei keinem der Geschädigten war die Verletzung nach Kenntnis der Landesregierung von schwerwiegendem Ausmaß.
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Auch liegen dem Innenministerium keine Kenntnisse über durch den Brand getötete oder verletzte Tiere vor.







