„Spätestens, wenn eine ausreichende Versorgungsinfrastruktur (insbesondere Ladestationen) für elektrische Antriebe um unsere Stauseen zur Verfügung steht, wird die Ära der Verbrennungsmotoren im Bereich des ‚Thüringer Meeres‘ ein Ende finden. Dieses Ziel soll schrittweise bis 2030 erreicht werden“, steht in der Präambel der Stauseeordnung für den Hohenwarte- und Bleilochstausee geschrieben.

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Wegen einer Anfrage aus dem Kreistag in Saalfeld kochte das Thema „Verbrenner-Aus“ am Hohenwarte-Stausee nun wieder neu hoch. Klar ist, dass der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt - und hier konkret der Landrat - etwaigen Verordnungen, vor deren Inkrafttreten zwar schriftlich zustimmen muss, diese jedoch selbst nicht ändert oder erlässt. 2002 übertrug Saalfeld-Rudolstadt „seine wasserrechtlichen und ordnungsbehördlichen Aufgaben für die Hohenwartetalsperre an den Saale-Orla-Kreis“. Derweil diskutieren Leser in den Sozialen Netzwerken die Situation auf dem Stausee.
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Viele Tourismusexperten seien am Stausee schon gescheitert
„Es ist doch überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, weshalb auf den beiden Stauseen überhaupt Boote in unbegrenzter Anzahl, in unbegrenzter Größe und mit unbegrenzter Leistung fahren dürfen“, heißt es unter anderem. Ein anderer User meint, dass der Tourismus abgeschafft werden soll und liefert die passende Antwort gleich mit: „Kann man machen, da geht man eben mit seinem Boot auf öffentliche Gewässer, z. B. Berlin oder Mecklenburg. Da bezahlt man sowieso keine Bootsgebühren.“
„Welchen Tourismus?“, fragt darauf eine Nutzerin und schreibt sinngemäß, dass sich schon verschiedenste Experten darüber Gedanken gemacht hätten, wie der anzukurbeln wäre, ohne am Ende fündig geworden zu sein. Motorboote hätten jedenfalls keine Lösung gebracht. Die „Angeberboote“ würden nur lärmen und der Stausee sei dafür ohnehin viel zu klein. Sie fordere eine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Abseits gekennzeichneter Strecken darf maximal 12 km/h gefahren werden
Tatsächlich gibt es die schon. Demnach sind auf dem Stausee maximal 12 km/h erlaubt. Dieses Tempo dürfen Fahrzeuge nur auf gekennzeichneten Strecken überschreiten. Dass aber ab 2030 sämtliche Motorboote vom Stausee verbannt werden, ist indes nicht zu erwarten. Im Oktober schrieb diese Zeitung, dass Ausnahmen für Polizei- und Rettungsboote, die Fahrgastschifffahrt und Sportvereine vorgesehen sind. Aktuell würde darüber mit Beteiligten diskutiert. Dem Wochenendausflug zum Wasserski auf dem Stausee steht also wohl auch weiterhin nichts im Weg.
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Unterdessen spricht einer der Facebook-Nutzer einen anderen Aspekt an. Er sorgt sich um hohe Kosten aufgrund von Erosion und Umweltverschmutzung. Dazu schreibt er: „Die Verwaltung arbeitet nicht ehrenamtlich und regelmäßige Feuerwehreinsätze durch ausgelaufene Betriebsstoffe trägt auch die Allgemeinheit. Ganz zu schweigen von den Kosten für aufwändige Sanierungen der Stützmauern von Straßen und Wegen, welche durch den permanenten Wellenschlag bereits kurz nach der Sanierung wieder unterspült werden.“ Gut zu sehen sei das an der Straße zwischen Staumauer und Lothramühle.“






