Geld regiert die Welt. Den Wahrheitsgehalt dieser Redewendung will der Krypto-Millionär Olivier Janssens mit seinen Plänen in der Karibik scheinbar gerade beweisen. Der Belgier möchte die Inseln Nevis und St. Kitts im nördlichen Teil der Kleinen Antillen in einen libertären Staat verwandeln und eine Sonderwirtschaftszone gründen, berichtet die „Financial Times“. Seine Pläne sind schon weit fortgeschritten – doch nun regt sich Widerstand von den Einheimischen. Die sind mit den Plänen von Janssens nicht einverstanden.

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Selbstbestimmung, maximale Freiheit und kaum Regeln: Der Trump-Befürworter und Musk-Fan will nach eigenen Angaben einen libertären Staat mit freiem Kapitalverkehr gründen und nennt sein Projekt „Destiny“. Ende August genehmigte das Parlament von Nevis die rechtliche Grundlage für eine solche Sonderwirtschaftszone.
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Nun ist der Millionär bereits fleißig dabei, Stück für Stück immer mehr Land im südlichen Teil der Insel zu kaufen. Krankenhäuser, Villen, Schulen – Janssens will wohl mehr als 40 Millionen Euro in seinen neuen Insel-Staat an der Südküste der Karibik-Insel investieren. Keine Geringeren als die Experten vom US-Architekturbüro Skidmore, die unter anderem den Burj Khalifa in Dubai entworfen haben, sollen für den „Destiny“-Entwurf verantwortlich sein.
Aktuell verhandelt der Krypto-Millionär noch mit der Regierung über die weitere Realisierung des Projektes. Doch bereits jetzt gibt es Widerstand von Seiten der Einheimischen, die Bürgerinitiativen gegründet haben. Sie warnen vor Umweltschäden und dem Verlust der demokratischen Ordnung. Janssens will auf der Karibikinsel auch ein neues Rechtssystem einführen, das vermögende Bau-Herren quasi einen Freifahrtsschein für größere Projekte bescheren soll, berichtet „Financial Times“.
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Janssens, der frühzeitig in Bitcoin und Ethereum investiert hatte, wollte die Bedenken der Einwohner Ende November mithilfe einer Online-Präsentation ausräumen. Er hob bei der Video-Konferenz hevor, dass er sich Nevis sehr verbunden fühle und die Insel als „Gastgeberland“ für seine libertäre Gemeinschaft sehe. Der Millionär erwarb die Staatsbürgerschaft des Karibik-Staates dank eines Investitionsprogramms. Ob seine Träume von einem Dubai2.0 in der Karibik wahr werden, hängt wohl vor allem davon ab, ob der Belgier die Zweifel der rund 13.000 Einwohner von Neves beseitigen kann.
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