Eine schwarze Flosse nur wenige Meter vor der Küste hat im mittelitalienischen Badeort Grottammare an der Adria für Aufregung gesorgt. Badegäste entdeckten vor den Felsen einen Blauhai und alarmierten die Behörden. Kurz darauf rückte die Küstenwache aus und lokalisierte das Tier, das zunächst frei im flachen Wasser unterwegs war, sich dann jedoch zwischen den Wellenbrechern verfing.

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Spezialisierte Taucher erreichten die Stelle mit einem Schlauchboot. Vor Ort prüften sie den Zustand des rund zwei Meter langen Tieres – ein weibliches Exemplar. Mit gezielten Handgriffen gelang es den Einsatzkräften, den Hai aus seiner Lage zu befreien und ihn vorsichtig über die Felsen hinaus in tiefere Gewässer zu geleiten. Dort schwamm er schließlich eigenständig davon. Zahlreiche Schaulustige versammelten sich am Strand, viele von ihnen filmten den Einsatz, der fast zwei Stunden dauerte. Die Aufnahmen verbreiteten sich innerhalb kurzer Zeit in sozialen Netzwerken.

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Nach Angaben der Hafenbehörde handelt es sich beim Blauhai um eine für den Menschen ungefährliche Art, die seit Kurzem unter besonderem Schutz steht. Experten gehen davon aus, dass sich das Tier auf Nahrungssuche der Küste genähert hatte. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass Haie in flacheres Wasser geraten und dabei die Orientierung verlieren oder zwischen Felsen eingeschlossen werden.

Die Behörden nutzten den Vorfall, um auf das richtige Verhalten bei Begegnungen hinzuweisen. Beobachter sollten Ruhe bewahren, Abstand halten und hektische Bewegungen vermeiden, um das Tier nicht zusätzlich zu stressen. Der Blauhai gehört zu den bekanntesten Hochseehaien. Typisch ist sein schlanker, stromlinienförmiger Körper mit langen, schmalen Brustflossen.

Orcas, Haie und Tiere im Meer

Die Oberseite ist tiefblau gefärbt, die Unterseite hell – eine Tarnung im offenen Wasser. Erwachsene Tiere erreichen meist zwei bis drei Meter Länge, selten auch mehr. Blauhaie leben überwiegend im offenen Meer, kommen aber gelegentlich in Küstennähe, vor allem auf Nahrungssuche oder bei Wanderungen. Sie halten sich häufig in den oberen Wasserschichten auf.

In den vergangenen Tagen waren entlang der italienischen Küsten wiederholt Haie gesichtet worden. Erst kürzlich wurde ein Tier nahe dem Strand der beliebten Badeortschaft Terracina südlich von Rom gemeldet. Zudem sorgte vor der Küste Apuliens ein Zwischenfall für Aufmerksamkeit, bei dem ein großer Hai ein Motorboot streifte. An Bord befanden sich drei Sportangler. Verletzt wurde dabei niemand.