Ob Waterloo, Mamma Mia oder Honey Honey – bei den flotten Hits der schwedischen Band Abba kommt Manfred Rochner wieder zur Ruhe. Der 82-Jährige lebt seit über einem Jahr im Friedrich-Zimmer-Haus der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein in der Klassikerstadt. „Doch durch die fortschreitende Demenz hat Manfred Rochner nicht nur viel Kraft, sondern auch Geduld und Sprache verloren“, erklärt Anne-Kathrin Euchler, die stellvertretende Pflegedienstleiterin.

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Dabei hätte „Manni“, wie er früher gerufen wurde, viel zu erzählen: In Niederschlesien geboren, dort auf einem Bauernhof aufgewachsen, vertrieben, in Weimar eine neue Heimat gefunden. Der Tod seiner Eltern und später seiner zwei Schwestern hatte ihm sehr zu schaffen gemacht. Da er keine Kinder hatte, waren wohl die Gäste des Weimarer Hotels „Elephant“ seine Familie, Manfred Rochner arbeitete dort als Kellner und Barmann. „Zudem war er voller Lebensfreude und Energie. Reisen, Sport, Kochen, Garten – das waren seine Hobbys“, weiß Therapeutin Regine Süß. „Manchmal versucht er im Bett sogar noch kleine Übungen.“ Und natürlich begeistert ihn Musik – vor allem von Abba und den Flippers. Die hört er auch gern mit seinem Lebenspartner, der ihn jedes Wochenende im Heim besucht.

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Trotz des Verlusts der Sprache will sich „Manni“ mitteilen, ausdrücken. Doch das gelingt nicht mehr. „Dann wird er wütend, ungeduldig und laut“, so Anne-Kathrin Euchler. Und weil er sich durch Musik schnell wieder beruhigt, seine Mitbewohner aber auch mal die Ruhe genießen wollen, hat er Kopfhörer bekommen, mit denen er nach Lust und Laune seine Lieblingsmusik hören kann.

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Da Manfred Rochner aber auch nicht mehr eigenständig mobil ist und das ständige Umsetzen für ihn und das Pflegepersonal anstrengend ist, wäre ein neuer, leichtgängiger Pflegesessel mit Rollen eine große Hilfe. „So wäre Manni viel mobiler, könnte ohne Mühe in den Garten, den Aufenthaltsraum oder sein Zimmer gebracht werden“, schildert Regine Süß. „Da kann er dann überall seine Musik hören und entspannen.“ Doch für zusätzliches Mobiliar hat das Pflegehaus kein Geld. „Thüringen hilft“ will deshalb den Kauf des Sessels mit 1600 Euro finanzieren.  

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