Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Buttermilch und Kefir? Es antwortet Luise Hoffmann, Referatsleiterin Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

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Beide Milchprodukte haben von Natur aus ein feinsäuerliches Aroma, sind reich an wertvollen Nährstoffen und gehören zu den fermentierten Lebensmitteln. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Herstellung und ihrem Geschmack. Buttermilch entsteht als Nebenprodukt bei der Butterherstellung. Beim Schlagen von Rahm trennt sich das Fett in Form von „Butterkörnern“ von der verbleibenden Flüssigkeit – der Buttermilch. Wird die Butter aus gesäuerter Sahne gewonnen, entsteht saure Buttermilch. Buttermilch aus Süßrahm wird nachträglich mit Milchsäurekulturen angesäuert. Im Handel finden Sie überwiegend „Reine Buttermilch“, die besonders cremig und vollmundig ist. Hersteller dürfen ihr weder Wasser noch Magermilch zusetzen.

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Kefir stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Für die Fermentation setzten Hersteller der Milch oder Sahne spezielle Kefirkulturen zu, die sogenannten „Kefirknöllchen“. Diese enthalten Milchsäurebakterien und Hefen, die Milchzucker in Kohlendioxid und geringe Mengen Alkohol (0,05 – 1 Prozent) umwandeln. Dadurch bekommt Kefir seine leichte Spritzigkeit und sein charakteristisches Aroma. Im Handel ist heute meist „Kefir mild“ erhältlich, der mit weniger Hefepilzen fermentiert wird und daher weniger Kohlensäure, weniger Alkohol und einen milderen Geschmack hat.

Buttermilch und Kefir: Eiweißreiche Sauermilchprodukte fördern die Darmgesundheit

Buttermilch und Kefir liefern beide etwa drei Gramm leicht verdauliches Eiweiß pro 100 Milliliter, enthalten wenig Fett und Kalorien und fördern als Sauermilchprodukte eine darmgesunde Ernährung. Durch Milchsäurebakterien haben sie weniger Laktose und sind meist auch bei leichter Laktoseunverträglichkeit bekömmlich. ig