• Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
  • Der US-Präsident regiert das Land zunehmend autokratisch und führt mehrere Kriege
  • Was gibt es über Trump zu wissen?

Die einen verehren ihn, die anderen wollen ihn auf der Anklagebank sehen: Donald Trump polarisiert, nicht nur in den USA. Nachdem er von 2017 bis 2021 schon einmal US-Präsident war, dann aber an der Wiederwahl scheiterte, hat der Republikaner die US-Wahl 2024 gewonnen. Seit Januar 2025 ist der 79-Jährige erneut im Amt – als ältester Präsident in der US-Geschichte. Was muss man über Donald Trump wissen? Was ist über seine Wurzeln, seine Familie und seine Erfolge bekannt? Die wichtigsten Infos im Überblick.

Donald Trump: Steckbrief mit den wichtigsten Infos

NameDonald John Trump
Geburtsdatum14. Juni 1946
AmtUS-Präsident
ParteiRepublikaner
Parteimitglied seit1987–1999; 2009–heute
Familienstandverheiratet mit Melania Trump
WohnortMar-a-Lago in Palm Beach, Florida

Donald Trump: Die wichtigsten Infos zu seinem Privatleben

Donald Trump wurde 1946 in New York geboren. Er ist das vierte von fünf Kindern von Mary Anne Macleod und Fred C. Trump, der als Immobilienunternehmer zum Millionär wurde. Die Wurzeln der Familie Trump reichen bis nach Deutschland: Donald Trumps Großeltern stammen aus der Pfalz.

  • Ausbildung: Nach seiner Zeit an einer Schule in Queens wurde Donald Trump an eine Militärakademie geschickt. Diese verließ er mit seinem Highschool-Abschluss. Danach studierte er Wirtschaftswissenschaften.
  • Familie: Trump war dreimal verheiratet und hat fünf Kinder. Seine derzeitige Ehefrau Melania Trump, ein ehemaliges Model, ist während seiner Präsidentschaft First Lady der Vereinigten Staaten. Trumps Kinder, darunter Donald Trump Jr. und Ivanka Trump, spielen eine bedeutende Rolle in seinem geschäftlichen und politischen Netzwerk.
  • Beruf: Die Karriere des späteren US-Präsidenten begann im Immobilienkonzern seines Vaters, den er von ihm übernahm. In den 1970er und 1980er Jahren machte sich Trump mit erfolgreichen Bauprojekten in Manhattan einen Namen. Später wurde er durch die Reality-TV-Show The Apprentice landesweit bekannt.
Day 4 - Republican Party presidential nominating convention
Der US-Präsident Donald Trump neben der First Lady Melania Trump und seiner Familie. © AFP | ANDREW CABALLERO-REYNOLDS

Donald Trump bei den Republikanern: Die wichtigsten Stationen seiner Karriere

Donald Trump war bereits von 1987 bis 1999 Mitglied der Republikaner. Nach seinem Austritt wechselte er zur Ross Perots Reform Party, bewarb sich dort um die Präsidentschaftskandidatur, stieg aber vorzeitig aus dem parteiinternen Wahlkampf auf. 2001 ließ er sich als Demokrat registrieren, bevor er schließlich zu den Republikanern zurückkehrte.

2015 trat er als Außenseiter in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei ein. Mit seiner Botschaft „Make America Great Again“ und einer starken Betonung auf Nationalismus und Protektionismus gewann er die Vorwahlen und setzte sich bei der US-Wahl im November 2016 gegen die demokratische Kandidatin Hillary Clinton durch. Dabei kam ihm das amerikanische Wahlsystem zugute: Obwohl Clinton über 2,8 Millionen Stimmen mehr als Trump erhielt, hatte er die Mehrheit der Wahlleute hinter sich. Trump hatte in den wichtigeren Bundesstaaten gewonnen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Während seiner Amtszeit verfolgte Trump eine „America First“-Politik, die durch Handelskriege, insbesondere mit China, sowie den Ausstieg der USA aus verschiedenen internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaabkommen und dem Iran-Atomdeal gekennzeichnet war. Innenpolitisch setzte Trump eine umfangreiche Steuerreform um, die Unternehmen und wohlhabenden Amerikanern zugutekam. Außerdem ernannte er drei konservative Richter am Obersten Gerichtshof, und prägte damit das Justizsystem der USA auf Jahrzehnte. Bis heute profitiert der US-Präsident von der konservativen Mehrheit am Supreme Court – die ihm unter anderem Immunität vor Strafverfolgung für amtliche Handlungen auch nach dem Ende seiner Amtszeit zugestand.

Bei der US-Wahl 2020 scheiterte er dann, der Demokrat Joe Biden zog ins Weiße Haus ein. Trump erkennt diesen Wahlsieg bis heute nicht an und spricht, ohne Beweise, von einer gestohlenen Wahl. Am 6. Januar 2021 stachelte der aus dem Amt scheidende Präsident gewaltbereite Anhänger in Washington zum Sturm auf das Kapitol an – unter „Hängt Mike Pence“-Rufen zogen die Aufständischen zum Sitz des Parlaments. Fünf Menschen starben, 140 wurden verletzt. 1200 Beteiligte konnten angeklagt werden, Hunderte wurden teils zu langen Haftstrafen verurteilt. Trumps Rolle bei dem Aufstand ist juristisch umstritten und könnte nach dem Ende seiner Präsidentschaft erneut ein Fall für die Gerichte werden.

2024 kandidierte er erneut und besiegte die Demokratin Kamala Harris. Trump begann seine zweite Amtszeit im Januar 2025 mit einem weitgehend neu besetzten Kabinett. Der republikanische Senator J. D. Vance, zuvor sein enger politischer Unterstützer, übernahm das Amt des Vizepräsidenten.

Für welche politischen Themen setzt sich Donald Trump ein?

Trumps politische Karriere ist von Widersprüchen geprägt. Während er sich früher eher links positionierte – er sprach sich unter anderem für eine allgemeine Krankenversicherung, Steuererhöhungen für Reiche und das Recht auf Abtreibung aus – vertritt er inzwischen nationalistisch-konservative Ansichten.

  • Wirtschaftspolitik: Donald Trump setzt auf Steuersenkungen und Deregulierung, um Unternehmen zu entlasten und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Er fordert eine niedrigere Unternehmenssteuer und befürwortet Handelsprotektionismus, etwa durch Zölle auf Importe, um die heimische Industrie zu stärken.
  • Migrationspolitik: Trump setzt auf eine Verschärfung der Einwanderungspolitik. Die Behörde ICE führt dazu landesweite Razzien durch, bei denen tausende Migranten festgenommen werden, und Abschiebungen, unter anderem nach Lateinamerika, werden deutlich beschleunigt. Zudem verfolgt er weiterhin eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Straftaten von Migranten und verstärkt die Durchsetzung bestehender Grenzkontrollen.
  • Außenpolitik: Mit der „America First“-Doktrin betreibt Trump eine nationalistische Außenpolitik, die vorrangig amerikanischen Interessen dient. Er sieht internationale Organisationen und Abkommen kritisch und bevorzugt bilaterale Handelsverhandlungen und direkte Abkommen statt multilateraler Vereinbarungen. Trump ist für eine starke Militärpräsenz der USA und betont, dass Verbündete wie die NATO-Länder einen höheren Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung leisten sollten.

Donald Trump: Kontroversen und Erfolge als US-Präsident

Donald Trump konnte während seiner Präsidentschaft einige Erfolge in der Wirtschaftspolitik erzielen. Durch Steuersenkungen und Deregulierungsmaßnahmen konnte er das Wirtschaftswachstum in den USA ankurbeln, bevor dieses durch die Corona-Pandemie einbrach. Kritiker werfen ihm allerdings vor, dass von der boomenden Wirtschaft vor allem Unternehmen und Wohlhabende profitiert hätten und seine Maßnahmen langfristig zu einer höheren Staatsverschuldung führen würden.

Die Untersuchung zur sogenannten „Russland-Affäre“ durch Sonderermittler Robert Mueller belastete seine Präsidentschaft schwer. Konkret wurden mögliche Verstrickungen von Trumps Wahlkampfteam in eine russische Einflussnahme auf die Präsidentschaftswahlen 2016 untersucht. Obwohl Mueller keine direkten Verbindungen nachweisen konnte, hinterließ die Untersuchung Zweifel an Trumps Umgang mit ausländischem Einfluss und seine Haltung gegenüber Russland.

News aus den USA

Ein weiterer Skandal betraf Trumps erstes Amtsenthebungsverfahren im Jahr 2019. Ihm wurde vorgeworfen, bei einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj US-Hilfsgelder als Druckmittel eingesetzt zu haben, um politische Ermittlungen gegen seinen Rivalen Joe Biden zu erwirken. Das Verfahren spaltete die politische Landschaft der USA stark, wobei der Senat ihn letztlich freisprach, was bei seinen Anhängern als Sieg, bei Kritikern jedoch als weiterer Machtmissbrauch gesehen wurde.

Den größten Skandal löste Trump kurz vor Ende seiner Amtszeit am 6. Januar 2021 aus. Ihm wird vorgeworfen, seine Anhänger durch Aussagen über angeblichen Wahlbetrug und Aufrufe zu Protesten angestachelt zu haben, was letztlich zum Sturm auf das Kapitol führte. Der Vorfall, bei dem fünf Menschen getötet wurden, führte zu Trumps zweitem Amtsenthebungsverfahren, das erneut scheiterte.

Mehr dazu: Sturm auf das Kapitol – So ließ Trump den Mob gewähren

Donald Trump: Friedensstifter zieht in den Krieg

In seiner zweiten Amtszeit präsentiert Trump sich international als „Friedensstifter“ und betont, in den ersten Monaten seiner Amtszeit mehrere Kriege beendet zu haben. Im Nahen Osten vermittelte er einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas sowie die Freilassung von Geiseln und legte einen umfassenden Friedensplan vor, der unter anderem einen teilweisen Rückzug Israels aus Teilen des Gazastreifens vorsah. Für diese Vermittlungsbemühungen schlug Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ihn für den Friedensnobelpreis vor.

Den Preis hat Trump bislang nicht bekommen, auch wenn die Friedensnobelpreisträgerin María Machado ihm ihre Nobelpreis-Medaille schenkte – als Anerkennung für dessen militärische Entführung des venezolanischen Diktators Nicolás Maduro. Im Januar 2026 gab der Präsident dazu den Befehl, nachdem zuvor wochenlang eine große Armada an Schiffen der US-Navy vor Venezuela zusammengezogen worden war. Das Regime war der Trump-Regierung ein Dorn im Auge, wegen angeblichem Drogen-Terrorismus und dem Verkauf von Rohöl an Gegner der USA.

Kurz danach nahm Trump ein ganz anderes Ziel ins Auge: Grönland. Die Insel gehört völkerrechtlich gesehen zum Nato-Verbündeten Dänemark. Dem warf Washington vor, zu wenig für die Sicherheit am Nordpol zu unternehmen. Knapp 56.000 Grönländer, die eine Unabhängigkeit von Kopenhagen anstreben, rückten ins Zentrum der Weltaufmerksamkeit. In den Regierungszentralen Europas herrschten Rat- und Fassungslosigkeit angesichts der militärischen Drohungen aus Washington. Würden die USA die Insel und ihre Bewohner annektieren? Es wäre das Ende der Allianz gewesen. Am Ende verkündete Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos, er werde keine Gewalt gegen die Europäer anwenden.

Nur wenige Wochen später zog Donald Trump dann in das nächste militärische Abenteuer: Am 28. Februar begann Operation „Epic Fury“, eine mehrwöchige Luftkampagne gegen das Mullah-Regime im Iran. Die strategischen Ziele des – völkerrechtswidrigen – Krieges gegen die islamische Republik lauteten mal auf Regime-Change, mal ging es darum, eine nukleare Aufrüstung Teherans zu verhindern. Die Folgen des an der Seite Israels begonnenen Krieges sind bis zum heutigen Tag spürbar, insbesondere wegen der von Iran verhängten Sperrung der Straße von Hormuz, einer der weltweit wichtigsten Handelsrouten.

Law and Order: Trumps Innenpolitik macht Migranten das Leben schwer

Innenpolitisch setzt Trump auf eine deutliche Verschärfung der Migrationspolitik. Im Zuge dessen führt die Einwanderungsbehörde ICE landesweite Razzien durch, bei denen tausende Migranten, darunter auch Familien und Minderjährige, festgenommen und in viele Fälle nach Lateinamerika abgeschoben werden. Zur Unterstützung dieser Einsätze ordnete Trump unter anderem die Entsendung von Nationalgardisten in mehrere Städte an, darunter Chicago. Die Maßnahmen stießen auf erheblichen Widerstand von Kommunal- und Landesbehörden und lösten in zahlreichen US-amerikanischen Städten massive Proteste aus.

Darüber hinaus setzte Trump die Nationalgarde in mehreren weiteren US-Städten ein, darunter Los Angeles, Washington D.C. und Memphis, um dort die Bekämpfung von Kriminalität und Drogenhandel zu unterstützen. Auch diese Einsätze stießen auf Widerstand: Die Bürgermeister der Städte kritisierten die Maßnahme als übertrieben und politisch motiviert, da die Truppen ohne Zustimmung der lokalen Behörden in ihre Städte geschickt wurden.

Für Aufsehen sorgte auch Trumps Umgang mit den sogenannten „Epstein Files“. Nachdem Teile der Ermittlungsakten über die Verbindungen des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu Politikern und Prominenten bekannt geworden waren, kündigte Trump an, alle verbleibenden Dokumente freizugeben. Bislang wurden die Unterlagen jedoch nicht vollständig veröffentlicht. Zugleich wies Trump Berichte über persönliche Kontakte zu Epstein zurück.