Wir schreiben das Jahr 1946. Der Zweite Weltkrieg ist erst seit ein paar Monaten beendet. In diesem Jahr standen zwei zentrale Themen im Fokus der Inhalte der Thüringischen Landeszeitung: Die Reflexion der NS-Zeit und eine „Demokratische Diskussion“ angestoßen von der TLZ.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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So schreibt Christian Voigt in einem Rückblick zum 70. Jubiläum der TLZ: „Deutliche Kritik wurde dabei am Umgang der Nationalsozialisten mit der Presse geübt. Die Meinungsäußerung in der TLZ der Nachkriegszeit war indes wieder eine starke.“

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Noch wenige Wochen zuvor ist in den ersten Ausgaben wenig zu lesen über etwaige Aufarbeitung der Gräueltaten des Nationalsozialismus. Mit der ersten Ausgabe des Jahres 1946 änderte sich das hin zu einer offensiven Herangehensweise. Für Dr. Wilhelm Becker stellt sich somit Monate nach Ende des Krieges die Frage nach der Zukunft. Entscheidend für eine gute Zukunft in der Stunde des zeitlichen Neubeginns sei Becker zufolge die Jugend, denen die Sorge und Liebe der Gesellschaft gelten sollte.

Voigt schreibt außerdem, dass die Thüringer sich zu Beginn des Jahres 1946 scheinbar weniger Sorgen um die heimische Wirtschaft machen mussten. Während 1946 rund 50.000 Handwerksbetriebe angemeldet, waren es im Jahr zuvor noch 37.000. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges konnten 3000 Neugründungen verzeichnet werden und 10.000 weitere Betriebe konnten nach Kriegsende die Arbeit wieder aufnehmen.

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Im Jahr 1946 stand jedoch auch die Kultur im Fokus der TLZ: In zahlreichen Ausgaben machen sich die Autoren Gedanken über die Lesekultur, über die Pflege der Musik, über Bücher und über Operetten. Einen großen Beitrag widmete die Zeitung etwa Johann Sebastian Bach, „zum Geburtstag des großen Meisters“.