Er habe wiederholt gegen die Russen gekämpft – und sei immer als Sieger hervorgegangen: Streitkräfte aus der Ukraine haben einen russischen Panzer erbeutet und mehrfach im Kampf gegen Russland eingesetzt. Das hat das Verteidigungsministerium der Ukraine auf dem Kurznachrichtendienst X mitgeteilt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bei dem Fahrzeug handelt es sich demnach um einen T-90A-Panzer, den ukrainische Streitkräfte der fünften mechanisierten Brigade schon im Jahr 2022 in der Nähe der ukrainischen Stadt Isjum an sich genommen hatten. Truppen aus Russland hatten die Region Charkiw damals besetzt – die ukrainische Armee erkämpfte sie jedoch zurück.

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Russischer Panzer „erfolgreich im Einsatz“ – von ukrainischen Streitkräften

„Der Panzer ist nun erfolgreich in einer der Einheiten im Einsatz. Er hat sich wiederholt Gefechte mit den Besatzern geliefert“, heißt es in dem X-Beitrag. Dabei sei der Panzer stets als Sieger hervorgegangen.

Panzer der T-Reihe spielen im Krieg gegen die Ukraine eine große Rolle. Ab 1992 wurden erste Modelle der T-90-Panzer in den Dienst der russischen Armee gestellt. Ab 2004 folgte dann die Version T-90A. Seit 2019 gibt es eine Weiterentwicklung: den T-90M. Es handelt sich also um einen ziemlich modernen Panzer.

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Die Vorteile des T-90A-Kampfpanzers: Er kann laut „Army Recognition“, einem Online-Magazin für Verteidigung und Sicherheit, bis zu 60 Kilometer pro Stunde fahren und hat eine Reichweite von 500 Kilometern. Gegenüber seinem Vormodell hat er einen verbesserten Motor mit 1000 PS. Der T-90A kann laut dem Magazin flexibel in unterschiedlichem Gelände, auch unter schwierigen Wetterbedingungen, eingesetzt werden und beispielsweise durch tiefes Wasser fahren.

Eine seiner wichtigsten Eigenschaften ist seine 125-mm-Kanone: Verschiedene Arten von Munition können damit verschossen werden, etwa präzise lasergelenkte Raketen wie die „Refleks“. Auch weit entfernte Panzer können also anvisiert werden – und deren Schutzsysteme durchdrungen werden. Wie der Kriegsnachrichtendienst GlobalSecurity.org schreibt, wird vor allem in Russland der Spitzname „Wladimir“ für den Panzer genutzt – benannt nach dem Chefkonstrukteur Wladimir Potkin.

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In internationalen Medien wird der T-90A auch als „Flying Tank“ bezeichnet: Das soll seine Geschwindigkeit, Mobilität und die verbaute moderne Technik unterstreichen. Er wird als effektive und flexible Kriegsmaschine gehandelt. Fliegen kann er allerdings nicht. Das dürfte auch an seinen vielen Panzerplatten liegen, die einiges an Gewicht mit sich bringen und vor Angriffen schützen sollen: Er verfügt über eine sogenannte Relikt-ERA (Explosive Reactive Armor) – ein modernes Panzerungssystem.

Dass Streitkräfte im Krieg ihre Waffen und Fahrzeuge verlieren, passiert nicht selten. Auch die russische Armee verfügt beispielsweise über einen Leopard-2-Panzer.