Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie schon Ihren Weihnachtsbaum? Hat er einen festen Platz in Ihrem Wohnungszimmer und ein Konzept, wie Lichter und Schmuck angeordnet werden? Hängen Sie alles dran, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat, oder bestehen Sie auf bestimmte Farben? Sind die Kerzen echt oder elektrisch? Ganz schön viele Fragen, auf die Sie sicher leicht eine Antwort finden. Aber wie ist es mit der Frage: Warum feiern wir Christi Geburt ausgerechnet am 25. Dezember? Und wieso stellen wir einen Baum ins Wohnzimmer, der vor allem im Schwarzwald und dem Elsass wächst? Und was hat die griechische Kultur damit zu tun?

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Darauf gibt Michael Seewald eine Antwort. Er ist Professor an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster. Mein Kollege Günter Marks, selbst promovierter Kulturanthropologe, hat mit ihm gesprochen. Wenn Sie also an Weihnachten punkten wollen mit einem besonders fundierten historischen Wissen über die Entstehung des Weihnachtsfests, wie wir es heute feiern, kann ich Ihnen den Text nur empfehlen.

Trägt auch schon mal ein Basecap.
Trägt auch schon mal ein Basecap. © AFP | Filippo Monteforte

So gut kleidet sich Leo XIV.

Doch abgesehen von diesen historischen Fragen: Das Christentum, so wie wir es heute kennen, hat in diesen Tagen natürlich Konjunktur. Und da passt diese Nachricht bestens rein: Unser neuer Papst Leo wurde von einem ganz weltlichen Blatt gekürt: dem Modejournal Vogue. Nun gehört er neben Models wie Hailey Bieber oder Kendall Jenner zu den besonders gut gekleideten Menschen. Warum? Weil seine liturgischen Gewänder so gut sitzen und er auch mal eine Basecap trägt. Ein typischer Amerikaner eben, dazu ist er mit seinen 70 Jahren für einen Papst auch ganz schön jung und ziemlich gut in Form.

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Birgitta Stauber, Textchefin© Montage | FMG/Reto Klar/FFS

Christen zwischen Hisbollah-Kämpfern: Ein Besuch in einem besonderen Dorf

Die erste Reise des neuen Papstes ging übrigens in die Türkei – und in den Libanon. In dieses kleine Land am Mittelmeer, das genau zwischen den Fronten im Wirrwarr des Nahost-Konfliktes liegt. Hier die vom Iran finanzierte Hisbollah, eine Terrororganisation, die weit in die gesellschaftlichen Strukturen hineinreicht und von Israel massiv bekämpft wird. Dort die libanesische Regierung, die versucht, eine weitere Eskalation zu vermeiden. Doch die Aussichten sind düster. Die Frist, in der die Hisbollah die Waffen abgeben soll, endet am 31. Dezember. Vor allem im Süden des Landes droht der Krieg mit Israel wieder aufzubrechen. Doch da gibt es dieses Dorf Rmeich. Vor allem Christen leben dort, und sie wollen sich aus dem Konflikt raushalten.

Dorf Rmeich im Süden Libanons
Das Dorf Rmeich liegt nur wenige hundert Meter entfernt von der israelischen Grenze. Die jungen Männer vor der Kirche sind St-Georgs-Pfadfinder, die gerade eine Krippe aufbauen. © Jan Jessen | Jan Jessen

Das ist ihnen schon mal vor zwei Jahren gelungen. Doch die Aussichten gerade jetzt zur Weihnachtszeit sind düster. Mein Kollege Jan Jessen war in dem Dorf, hat mit dem Bürgermeister und anderen Bewohnern gesprochen. Lesen Sie hier, wie die Menschen versuchen, Abstand zu gewinnen und einfach ihren Alltag leben wollen. Doch noch nicht mal die Olivenernte ist ohne Begleitschutz möglich.

Luisa Neubauer erzählt im Podcast, warum der 7. Oktober bei ihr Panikattacken auslöste

Der Nahost-Konflikt, der seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober eskaliert und im verheerenden Gaza-Krieg seinen Höhepunkt findet, sorgt für viele Diskussionen in Deutschland. Wie weit darf Israel gehen, um die Hamas zu bekämpfen? Wieviel Kritik ist berechtigt und wo braucht Israel trotz einer teilweise rechtsextremen Regierung unsere volle Unterstützung? Bei der Klimaaktivistin Luisa Neubauer haben diese Fragen Panikattacken ausgelöst.

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Sie sei erdrückt worden von der Forderung der Politik, der deutsche Ableger von Fridays for Future möge sich stärker für jüdisches Leben in Deutschland einsetzen – und den Klagen, zum Leid der Palästinenser werde zu stark geschwiegen, erzählt sie im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ den beiden Hosts Jochen Gaugele und Theresa Martus. Außerdem spricht sie über ihre Beziehung zu Greta Thunberg und ihr großes Schweigen nach dem Krebstod ihres Vaters.

Russen kaufen trotz Sanktionen Luxusautos in Deutschland

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären ein richtig reicher Russe, sagen wir, ein Oligarch, und sie möchten sich oder ihre Liebsten zu Weihnachten mit einem deutschen Luxusauto beschenken. Etwa mit einer Mercedes G-Klasse oder einen BMW X5. Und wenn es kein SUV sein soll, wie wäre es dann mit einem Porsche Cayenne Coupé, Neupreis über 100.000 Euro?

Moscow. Russia. May 20, 2023. Mercedes car in Vetoshny Lane in Moscow in the evening against the bac
Ein SUV von Mercedes steht für viele reiche Russen auf der Wunschliste© IMAGO/Pond5 Images | IMAGO stock

Nun werden Sie sagen, das geht gar nicht, weil Luxusgüter seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges sanktioniert sind, um die russische Elite zu treffen. Ach was, es ist nur eine Frage des Geldes. Und der Beziehungen. Jedenfalls gibt es da diesen hessischen Autohändler, der es seit 2022 mehr als 70-mal geschafft hat, Autos über Umwege nach Russland zu seinen Kunden zu bringen. Mein Kollege Christian Unger hat recherchiert, wie Papiere gefälscht wurden und Geld auch über Krypto-Währungen gezahlt wurde. Was er auch herausfand: Der hessische Händler ist kein Einzelfall. Lesen Sie hier, wie abgezockt die Sanktionen umgangen wurden und wie Ermittler ihm auf die Spur kamen.

Durchatmen und schöne Filme gucken: So entspannt kann es Weihnachten zugehen

Und jetzt noch ein paar praktische Tipps für die kommenden Tage, den Countdown vor Weihnachten. Es soll ja eigentlich auch ein Fest der Besinnung sein. Der Ruhe. Wir sollen Zeit finden für die Familie. Oder auch für Freunde. Feierlich soll es zugehen, friedlich. Und doch hetzen wir alle in diesen Tagen, bis wir das Gefühl haben, kurz vor dem Burnout zu stehen. Tatsächlich kommen viele Faktoren zusammen: Gegen Jahresende ist in den Büros viel zu tun, die Geschäfte sind voll, das ist nicht nur für Kunden, sondern auch für das Personal anstrengend. Und dann gibt es so unfassbar viel zu organisieren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Womöglich nehmen wir uns auch einfach zu viel vor. Laden noch Freunde ein, kochen zu Hause, verabreden uns, immer unter Zeitdruck, immer mit den Gedanken an die To-do-Liste vor der Brust. Womöglich schleicht sich dann just an Heiligabend der Wunsch ein, doch einfach alles abzusagen.

TV-Ausblick ARD - "Abenteuer Weihnachten"
Szene aus der Weihnachtskomödie „Abenteuer Weihnachten – Familie kann nie groß genug sein“. © DPA Images | Heinz Laab

Doch dieser Ohnmacht lässt sich vorbeugen, erklärte Stressforscher Mazda Adli meiner Kollegin Carlotta Richter. Und zwar mit mehr Achtsamkeit, mehr Bewusstsein. Durchatmen hilft schon mal. Und die kleine Auszeit. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie das Ihren Kindern beibringen sollen oder auch Ihren Eltern: Gönnen Sie sich und ihrem Anhang ein paar schöne Weihnachtsfilme. Sie brauchen sich da gar keine Mühe zu machen, Martin Nefzger hat sie hier für Sie gesammelt.  

Ich wünsche Ihnen wunderschöne, gesegnete Weihnachten, Zuversicht und Kraft für alles, was noch kommen mag.

Der nächste Newsletter erscheint nach einer kleinen Weihnachtspause am 4. Januar.

Es grüßt Sie herzlich
Ihre Birgitta Stauber