Vor zwei Jahrzehnten ist das Schlagwort Globalisierung in aller Munde gewesen. Dahinter stand die Idee einer weltweiten Arbeitsteilung zwischen Ländern und Regionen, angetrieben vom barrierefreien Handel. Inzwischen leiden Industrienationen wie Deutschland nicht nur darunter, dass sie viele Arbeitsplätze an Werkbänken und Produktionsstraßen leichtfertig in andere Weltregionen ziehen ließen.

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Auch die einst sicher geglaubte Versorgung mit Energie, Rohstoffen oder technischem Know-how kommt immer wieder gefährlich ins Stocken, weil diese Güter zum Gegenstand und zum Mittel politischer Auseinandersetzungen geworden sind. Denn so friedlich und kooperativ, wie man sich vor 20 Jahren internationale Politik und Handel erträumte, ist die Welt nicht geworden. Im Gegenteil.

Deutschland hat sich leichtsinnig in gefährliche Abhängigkeiten begeben, billiges Gas und Öl aus Russland ist nur ein Beispiel. Bedenklich ist auch, dass Deutschland China in der Entwicklung von wichtigen Elektronikgeräten nichts entgegenzusetzen hat. Nun ist es nicht per se ein Problem, wenn unter deutschen Weihnachtsbäumen Handys, Laptops oder Drohnen aus China liegen.

China verfolgt seinen Aufstieg zur Weltmacht aggressiv

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Jan Dörner ist Chefreporter Politik in der FUNKE Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

Ein Problem ist es jedoch, wenn Deutschland gerade bei zivilen wie militärischen Zukunftstechnologien wie Drohnen auf die chinesischen Produkte angewiesen ist – ganz besonders in sensiblen Bereichen wie der Polizei oder der Bundeswehr. Denn für das aggressiv seinen Aufstieg zur Weltmacht verfolgende China ist Handelspolitik Machtpolitik.

Betten Deutschland und andere Staaten chinesische Chips oder Geräte tief in ihre Sicherheit und Infrastruktur ein, können sie sich nie sicher sein, ob diese im Konfliktfall noch funktionieren. Dagegen müssen wir uns wappnen.