Der Protest gegen die Führung im Iran hat neue Ausmaße erreicht. Es sei „wie im Krieg“, berichten Augenzeugen. Die Regierung in Teheran hat nun das Internet lahmgelegt. Sie hofft, dass sich die Demonstranten ohne Netz nicht mehr organisieren können. Wenn sie sich da mal nicht irrt.

Das Mullah-Regime hat schon zahlreiche Protestwellen überstanden, wie den „Frau, Leben, Freiheit“-Aufstand 2022. Doch dieses Mal ist vieles anders.

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Aufstand im Iran: Die Mullahs kennen sich aus mit dem Niederknüppeln von Protesten

Der neue Aufstand begann in den Basaren. Die Geldentwertung und die prekäre wirtschaftliche Lage trieben die Händler auf die Straßen. Das war der Funke, der den Zorn der Iraner gegen das verhasste Regime nun wieder entfachte. Es ist nicht zu erwarten, dass sie das System schnell zu Fall bringen können. Das Regime der Mullahs kennt sich aus mit dem Niederknüppeln von Massenprotesten.

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Gudrun Büscher ist Politik-Korrespondentin und leitende Redakteurin in der Zentralredaktion.© Reto Klar | Reto Klar

Mittelfristig aber sieht es anders aus. Die Mehrheit der Iraner hat genug von dieser Islamischen Republik. Und viele von ihnen scheinen in ihrer Hilflosigkeit sogar bereit zu sein, sich hinter Reza Pahlavi, den Sohn des einst aus dem Land gejagten Schahs, zu versammeln. Ob er die starke Führungspersönlichkeit sein kann, die die zersplitterte Opposition braucht, ist allerdings ebenso offen wie fragwürdig.

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Für die Mullahs noch gefährlicher als der Druck von innen ist die Bedrohung von außen, die von Israel und den USA kommt. Donald Trump droht: „Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten (…), dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden.“ Tote hat es längst gegeben. Und Trump hat in Venezuela gezeigt, wozu er bereit und in der Lage ist. Sicher können die Mullahs sich nicht mehr fühlen.