Bereitet sich China weiter gezielt strategisch auf einen Angriff auf Taiwan vor? Eine Recherche der „New York Times“ zeigt, dass die Volksrepublik in einem wohl geplanten Manöver tausende zivile Fischerboote im Ostchinesischen Meer mobilisiert und formiert hat.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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So soll China vor wenigen Tagen bereits zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit klangheimlich rund 1400 Fischerboote so platziert haben, dass diese eine gigantische Seeblockade von mindestens 320 Kilometern bildeten. Die Schiffe stellten demnach ihre Fischertätigkeiten an der Küste abrupt ein und bildeten offensichtlich orchestriert eine riesige Rechteck-Formation im Ostchinesischen Meer.
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Die „New York Times“ wertete für ihre Recherche die hiesigen Schiffsverfolgungsdaten aus, die auch einen Aufschluss auf die Komplexität des Manövers geben. Experten zufolge deute das Manöver darauf hin, dass China seine maritime Miliz im Ostchinesischen Meer weiter verstärkt.

Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte China unter Führung von Staatspräsident Xi Jinping eine ähnliche Operation gestartet und rund 2000 Fischerboote in zwei großen parallelen Reihen im Ostchinesischen Meer aufstellen lassen. „Ich habe schon ein paar Hundert gesehen – sagen wir mal mehrere Hundert, aber nichts von diesem Ausmaß oder in dieser markanten Formation“, sagte Jason Wang vom Datenanalyse-Unternehmen ingeniSPACE. Er hatte die Formation am zweiten Weihnachtsfeiertag zuerst entdeckt.
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Im Ernstfall könnte China die Fischerboote einsetzen, um Seewege zu blockieren und Wege für Militärschiffe zu erschweren. Wie die „New York Times“ berichtet, hätten große Frachtschiffe bei beiden Manövern teils im Zickzackkurs fahren müssen, um an den Fischerbooten vorbeizukommen. Ein Hinweis darauf, wie dicht die Formationen waren – und wie strategisch wichtig sie bei einem möglichen Angriff Chinas auf Taiwan sein könnten.
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