Zehntausende Reisende stecken wegen des Kriegs im Iran seit Tagen im Nahen Osten und in anderen Teilen der Welt fest. Die Bundesregierung hat deshalb erste Evakuierungsflüge organisiert, um Deutsche aus dem Kriegsgebiet zu holen. Wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt, zahlen Reisende aus Deutschland dafür 500 Euro pro Person. Der Preis entspreche etwa dem Äquivalent eines Economy-Linienflugs, heißt es laut der Deutschen Presseagentur (dpa) aus dem Auswärtigen Amt.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Ein Evakuierungsflug ist am Donnerstagmorgen am Frankfurter Flughafen eingetroffen. Er war in Maskat, der Hauptstadt des Oman, gestartet. „Weitere Flüge sind bereits geplant“, schreibt Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram. Es seien demnach bereits mehr als 250 Menschen ausgeflogen worden. Wadephul hatte am Montag angekündigt, zunächst vulnerable Gruppen wie Kranke, Alte, Schwangere und Kinder aus dem Krisengebiet zu befördern.
Auch interessant
Evakuierungsflug der Bundesregierung: Deutsche zahlen 500 Euro pro Ticket
Nun wurden auch die ersten Kosten dieser Evakuierungsflüge bekannt. Offenbar fallen diese für Deutsche im internationalen Vergleich besonders moderat aus: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, organisiert Finnland ebenfalls einen Evakuierungsflug für finnische Staatsbürger aus Maskat im Oman – für 2300 Euro pro Person. Hinzu kommen die Transportkosten vom jeweiligen Urlaubs- oder Wohnort aus nach Maskat.
Auch interessant
Laut Reuters zahlen Reisende aus den Niederlanden, die aus dem Nahen Osten zurückgeführt werden, einen Eigenanteil von 600 Euro pro Person. Die Zeitung „Irish Independent“ schreibt von einer Gebühr von 800 Euro, die Irinnen und Iren für ihre Rettung bezahlen sollen. Die irische Regierung erntete demnach Kritik für die Gebühr, die viele Menschen als „Abzocke“ empfanden.

Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am Wochenende sind viele Reisende im Nahen Osten und anderen Weltregionen gestrandet. An Flughäfen und auch auf Kreuzfahrtschiffen, vor allem in der Golfregion, ging zeitweise nichts mehr.







