Oppositionsführerin María Corina Machado will „in wenigen Wochen” nach Venezuela zurückkehren und wieder eine führende Rolle in der Politik übernehmen. „Wir wollen einen geordneten, nachhaltigen und unaufhaltsamen Übergang zur Demokratie gewährleisten“, sagte Machado kürzlich in einem Video in den sozialen Netzwerken aus Washington, wo sie sich seit Jahresanfang aufhält. Sie werde den Übergang zur Demokratie und zu Wahlen vorantreiben, die zu einem „neuen und überwältigenden Wahlsieg“ der Opposition führen würden, behauptete die Politikerin.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Das Video ist der Versuch Machados, in der Politik Venezuelas wieder Gestaltungsmacht zurückzugewinnen, während sich die Oppositionskräfte im Land gerade neu zu organisieren beginnen. In den vergangenen Wochen war es still um die Frau geworden, der im Oktober überraschend der Friedensnobelpreis zuerkannt worden war.

Venezuela: Machado droht Anklage wegen US-Militäraktion
US-Präsident Donald Trump hatte sie nach dem Sturz von Nicolás Maduro am 3. Januar an den Rand gedrängt und sich mit Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als seiner Nachfolgerin arrangiert. Seitdem hat sich das Land geöffnet, private Investitionen in den Ölsektor erlaubt, die diplomatischen Beziehungen zu Washington wiederhergestellt und ein Amnestiegesetz erlassen.
In ihrer Heimat laufen zudem weiterhin Ermittlungen gegen Machado. Präsidentin Rodríguez erklärte, die 58-Jährige müsse sich wegen ihrer möglichen Unterstützung der US-Militäraktion verantworten, bei der Machthaber Maduro festgenommen und in die Vereinigten Staaten entführt worden war. Zudem ist unklar, ob für Machado auch das vor Kurzem erlassene Amnestiegesetz für politische Gefangene und Gegner des chavistischen Regimes gilt.
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Machado wirft Präsidentin Rodríguez Machtmissbrauch vor
Die Rechtsaußenpolitikerin ist die international bekannteste Kraft der Opposition in Venezuela. Sie hatte sich 2023 um die Präsidentschaftskandidatur in ihrem Land bemüht, wurde aber unter fadenscheinigen Gründen von der Wahl im Juli 2024 ausgeschlossen. Mehr als ein Jahr war sie aus Angst vor Festnahme in Venezuela abgetaucht, bevor sie dann das Land verließ, um im Dezember in Oslo den Nobelpreis in Empfang nehmen zu können. Seither lebt sie in den USA.
In ihrem Video attackierte Machado wiederholt Präsidentin Rodríguez. Sie wolle „Zeit gewinnen, damit sich nichts ändert“. Das heutige Regime in Venezuela seien „diejenigen, die gefoltert, verfolgt, inhaftiert, verschwinden lassen, ermordet, enteignet und gelogen haben“.
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Machado ist in der breit gefächerten und tief gespaltenen Opposition gegen Maduro und den Chavismus nicht unumstritten. Sie war früher wegen ihrer radikalen und ultrarechten Ansichten eher isoliert. Aber nachdem andere Gegner der Regierung inhaftiert wurden, ins Exil gingen oder sich zurückzogen, blieb Machado als kämpferischste Gegnerin Maduros übrig. Jetzt, nachdem viele Oppositionelle freikommen und sich mühsam neu organisieren, wird es Politikerinnen und Politiker geben, die ihr die Führungsrolle streitig machen.







