US-Vizepräsident JD Vance hat trotz des Scheiterns der ersten Verhandlungen mit dem Iran von echten Fortschritten gesprochen. Er sehe jedoch nun den Iran am Zug, sagte Vance in einem Interview mit dem Sender „Fox News“. Demnach hätten Unstimmigkeiten über das iranische Atomprogramm zum Abbruch der Gespräche am Wochenende geführt.
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Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander. Laut dem Nachrichtenportal „Axios“ und dem „Wall Street Journal“ sollen die USA vom Iran fordern, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. „Axios“ sprach von einem Zeitraum im einstelligen Bereich, das „Wall Street Journal“ von wenigen Jahren.
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Iran unterstellt USA fehlenden politischen Willen
Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran außer Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. „Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt“, sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, ließ er auf Nachfrage offen.

Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt, die ohne greifbares Ergebnis zu Ende gingen. Die iranische Seite hatte unter anderem von „überzogenen Forderungen“ der USA gesprochen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian machte nun erneut die USA für das Scheitern der Friedensgespräche verantwortlich. Übertriebene Forderungen und der „mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter“ hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
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US-Blockade der Hormus-Straße – deutliche Kritik von Klingbeil
Nach den gescheiterten Gesprächen in Pakistan verschärften die USA derweil ihren Kurs: Ab Montagnachmittag sollte die Straße von Hormus für alle Schiffe blockiert werden, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom an. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ erwägen Donald Trump und seine Berater zudem, begrenzte Militärschläge im Iran wieder aufzunehmen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Vizekanzler Lars Klingbeil hält die Blockade derweil nicht für den richtigen Weg: „Das führt alles dazu, dass die Lage noch instabiler wird und dass wir wirtschaftliche Konsequenzen bei Energiepreisen und Lieferketten weiter auch bei uns spüren“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Die USA und der Iran stehen in der Verantwortung, eine tragfähige Lösung für Frieden zu finden.“ Niemand habe Sympathien für die Führung in Teheran. „Aber das ist ein Scherbenhaufen, den die Amerikaner im Iran angerichtet haben.“









