Die Kirche soll sich aus der Politik raushalten. So muss man wohl die Worte von Donald Trumps Vize JD Vance verstehen. „Ich bin durchaus der Meinung, dass es in manchen Fällen das Beste für den Vatikan wäre, sich auf moralische Fragen zu beschränken“, sagte Vance am Montag dem US-Sender Fox News. Es sollte dem US-Präsidenten überlassen bleiben, „die amerikanische Politik zu bestimmen“, sagte Vance vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen Donald Trump und dem Papst.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Leo XIV. hatte am Samstag angesichts des Iran-Kriegs zu Frieden in der Welt aufgerufen. Der Pontifex verurteilte die „sinnlose und unmenschliche Gewalt“ im Nahen Osten und erklärte, Christen könnten nicht an der Seite jener stehen, die „heute Bomben abwerfen“. Vor Gläubigen im Petersdom sagte der Papst: „Genug des Krieges!“

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Trump reagierte wütend auf den Aufruf des Papstes und warf ihm am Sonntag vor, sich mit einem Land gemein zu machen, „das eine Atomwaffe will“. Leo XIV. sei „eine sehr liberale Person, und er ist ein Mann, der nicht daran glaubt, Verbrechen zu stoppen“, fügte Trump hinzu. 

Papst Leo XIV. unbeeindruckt von Trumps Drohungen

Leo XIV. zeigte sich am Montag unbeeindruckt von der Kritik des US-Präsidenten. Er habe „keine Angst“ vor der Trump-Regierung und sehe es als seine „moralische Pflicht“, sich gegen den Krieg auszusprechen, sagte der Papst während seines Flugs nach Algerien. Er sei kein Politiker und habe „nicht die Absicht, mit Trump zu debattieren“.

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Trump erklärte daraufhin am Montag, er werde den Papst nicht um Entschuldigung bitten. „Er liegt falsch“, sagte der US-Präsident im Weißen Haus. Trump bezeichnete Leo XIV. als „sehr schwach“ in Bezug auf das Vorgehen gegen „Kriminalität und andere Dinge“. „Papst Leo hat Dinge gesagt, die falsch sind. Er war sehr gegen mein Vorgehen in Bezug auf den Iran, und man kann keinen Iran mit Atomwaffen zulassen“, sagte Trump.

lro/AFP