Nie wieder nach Kleingeld kramen. Nie wieder in einer fremden Stadt vor dem Ticketautomaten stehen und rätseln, was die Fahrt mit dem Bus kostet. Das Auto höchstens noch bis zum nächsten Bahnhof lenken und bei der Fahrt mit dem Regionalzug ins Grüne oder ins Büro auf die Spritpreise pfeifen: Das Deutschlandticket ist für viele Menschen ein lieb gewonnener Begleiter des Alltags geworden. Kein Wunder, dass es inzwischen Millionen Menschen nutzen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Leider wird es immer teurer. Inzwischen werden 63 Euro fällig. Wer nicht einen kleinen Zuschuss vom Arbeitgeber bekommt, muss überlegen, ob es sich noch lohnt.

In Hamburg zahlen alle über 65 weniger. Warum eigentlich?
Der Bund überlässt es den Ländern, ob Rabatte angeboten werden oder nicht – und das fördert Willkür und Ungerechtigkeiten. So erfreut Hamburg pauschal alle ab 67 Jahre, egal, ob sie bedürftig sind oder nicht. Berlin setzt auf die Jüngeren. Andere zucken ganz mit den Schultern.
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Die Regierung unter Friedrich Merz hält sich beim Deutschlandticket raus. Dabei ist der ökologische und ökonomische Nutzen längst belegt. So erklärten jüngst Experten in einem Gutachten im Auftrag der Bundesregierung, pro Jahr würden 2,5 Millionen Tonnen CO₂ durch das Ticket eingespart. Das entspreche einer Reduktion des Straßenverkehrs um etwa drei Prozent.
Dass sich die Koalition zu einem Tankrabatt durchringen konnte, zu einem flächendeckenden Sonderpreis für das Deutschlandticket aber nicht, zeigt, wie festgefahren diese Regierung an der Annahme festhält, das Wohlergehen der deutschen Seele hänge immer noch am Benzinpreis. Denn die Volksseele freut sich längst auch über zuverlässige Verkehrswege, bezahlbare Mobilität, saubere Luft. Also runter mit dem Preis für das Deutschlandticket, wenigstens für die kommenden zwei Monate. Damit der Sprit von der Zapfsäule eine ernst zu nehmende Konkurrenz bekommt.





