Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat mit Blick auf die geplante Rentenreform zu einem Umdenken bei der Altersvorsorge aufgerufen. „Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter“, sagte Merz am Montagabend beim Empfang zum 75. Jubiläum des deutschen Bankenverbands. „Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Es seien zusätzlich „kapitalgedeckte Elemente einer betrieblichen und privaten Altersversorgung“ nötig, sagte der Kanzler. „Und zwar in weit größerem Umfang, als wir sie gegenwärtig weitgehend auf der Basis von Freiwilligkeit haben.“

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Rentenkommission arbeitet an einer Reform

Derzeit berät eine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission über eine Reform, die das System langfristig auf solide Füße stellen soll. Sie möchte ihre Empfehlungen im Sommer vorlegen. Die beiden Vorsitzenden der Kommission sind der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und die Professorin für Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft, Constanze Janda.

Die Bundesregierung setze „alles daran, die strukturellen Verwerfungen, die strukturellen Defizite unseres Landes zu beheben“, sagte Merz mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit, die Senkung der Energiekosten sowie weitere angestrebte Reformen etwa im Bereich der Einkommensteuer und der Krankenversicherung. Die schwarz-rote Koalition habe in knapp einem Jahr „einiges erreicht, aber wir sind weit davon entfernt, dass es genug ist“.

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Merz in Richtung SPD: „Mir reicht das nicht“

Merz sieht dabei insbesondere die SPD in der Verantwortung. „Ich werde heute Abend auch noch einmal mit dem Koalitionspartner sehr ernsthaft reden“, kündigte der Kanzler an. „Mir reicht das nicht, was wir bisher geschaffen haben.“ 

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„Wir müssen jetzt sehen, dass wir sehr schnell diese Reformen auch durchsetzen. Ich erwarte von den Sozialdemokraten, dass sie auch manche Blockade auflösen, die wir in den letzten Wochen und Monaten leider immer wieder gehabt haben“, betonte der Kanzler. 

Die geplante Kraftwerksstrategie für den Bau neuer Gaskraftwerke müsse nun umgesetzt werden. Zudem seien Korrekturen bei der staatlichen Förderung im Bereich der Erneuerbaren Energien nötig. Er befürworte den weiteren Ausbau der Sonnen- und Windenergie, betonte Merz. „Aber es macht doch überhaupt keinen Sinn, für Energie, die erzeugt wird und nicht gebraucht wird, trotzdem hohe Subventionen aus dem Bundeshaushalt zu bezahlen. Das können wir uns nicht länger leisten.“

AFP/dw