Am Dienstag schlugen die Ermittler zu: Der kasachische Staatsangehörige Sergej K. wurde durch Beamte des Bundeskriminalamtes in Berlin festgenommen. Er soll seit Monaten für die Russische Föderation spioniert haben. Am Mittwoch wurde er einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Wie die Generalbundesanwaltschaft mitteilt, soll K. seit spätestens Mai 2025 im ständigen Kontakt mit dem russischen Geheimdienst gewesen sein. Bis zu seiner Festnahme habe er seinem Führungsoffizier zahlreiche Informationen übermittelt. Darunter Angaben über die Ukrainehilfe der Bundesregierung und über die deutsche Rüstungs- und Verteidigungsindustrie. Vor allem Firmen, die Drohnen und Roboter herstellen, sollen im Fokus gestanden haben.

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Berlin: Mutmaßlicher Agent soll Fotos von militärischen Konvois gemacht haben

Der mutmaßliche Agent K. soll weiterhin Fotos von militärischen Konvois auf Autobahnen, darunter der Konvoi eines Nato-Staates, und von öffentlichen Gebäuden gemacht haben – etwa von Landesvertretungen in Berlin, wie diese Redaktion aus Sicherheitskreisen erfahren hat. „Zudem informierte er seinen Kontaktmann beim Geheimdienst über geeignete Sabotageobjekte in Deutschland und bot an, weitere Personen für eine Sabotage- und Spionagetruppe zu rekrutieren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Am Dienstag wurde die Wohnung des Beschuldigten durchsucht sowie die Räumlichkeiten einer nicht tatverdächtigen Person. Dazu, was beschlagnahmt wurde, und in welchem Verhältnis K. zu der anderen Person steht, wollte sich die Generalbundesanwaltschaft am Mittwoch nicht äußern.

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Es gibt offenbar Hinweise darauf, dass Sergej K. auf russischer Seite im Gebiet Donezk in der Ukraine gekämpft hat, wie aus Sicherheitskreisen zu erfahren ist. Die Stadt im Osten des Landes steht seit 2014 im Fokus des russischen Militärs.