Der Modernisierungswahn von Donald Trump im Weißen Haus und drumherum ebbt nicht ab – und wieder herrscht, wie schon bei der verkorksten Sanierung des „Reflecting Pool” höchster Zeitdruck.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Um den geplanten Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping am 24. September zu bewerkstelligen, soll binnen kürzester Zeit ein neuer Hubschrauberlandeplatz auf der Südseite des Regierungssitzes gebaut werden; ungefähr da, wo kürzlich eine Bühne für den umstrittenen Martial-Arts-Käfig-Kampf stattfand.
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Trump begründete die Maßnahme, die laut „Washington Post” samt neuer Zuwege insgesamt rund 13 Millionen Dollar kosten soll, damit, dass die neue Generation von Hubschraubern, die für den Einsatz als „Marine One“ vorgesehen sind – das Rufzeichen für den Helikopter, der den Präsidenten befördert – den Rasen verbrennen.
Die Firma „Clark Construction”, die auch am umstrittenen Ballsaal-Projekt beteiligt ist und am Montag mit den Arbeiten begonnen hat, verpflichtet sich demnach, die Bauzeit um mehr als einen Monat abzukürzen. Dazu wird bis Mitte September sieben Tage die Woche rund um die Uhr gearbeitet.
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Trump ist bis in die Details an der Gestaltung beteiligt. Im Oval Office erklärte er, der neue „helipad” werde das Siegel des Weißen Hauses tragen – ein Adler aus Granit gemeißelt. Die Rede ist von einem 30 Meter breiten Präsidentenwappen. Bei den Kosten stellte Trump in den Raum, dass der Lockheed-Konzern, Hersteller der neuen Generation von „Marine One“-Hubschraubern vom Typ Sikorsky, einen Teil der Rechnung für den Landeplatz übernehmen werde: circa sechs Millionen Dollar. Mit der neuen Anbindung würde der Empfang von hochkarätigen ausländischen Staatsgästen erleichtert, die meist auf dem Südrasen des Weißen Hauses ankommen, heißt es in Regierungskreisen.







