Als Ursache des Feuers an der wichtigen Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln wird auch ein Sabotageakt vermutet. Das verlautete aus Sicherheitskreisen. Dass ein technischer Defekt den Böschungsbrand an der Bahnstrecke ausgelöst haben könnte, gelte als wenig wahrscheinlich. Der Staatsschutz der Kölner Polizei hatte bereits am Freitag die Ermittlungen übernommen. Es werde untersucht, ob strafrechtliches Handeln vorliege und das Feuer absichtlich gelegt worden sei, hatte ein Polizeisprecher gesagt.

Montag, Mittwoch, Freitag

Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Inzwischen ist auf der linken Plattform indymedia.org zudem ein mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Das Schreiben wurde unter dem Namen der Gruppe „Kommando Angry Birds“ veröffentlicht. Darin schreibt die Gruppe, dass sie verantwortlich „für die Sabotage der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen“ sei. Es seien Brandsätze in einem großen Kabelschacht an der nordöstlichen Ecke der Wupperbrücke und in einem schmaleren Schacht deponiert worden. Als Motiv für den Anschlag wurde ein „Massensterben“ durch die „technologische Eskalation“ genannt, das aufgehalten werden müsse.

Auch interessant

Bahnstrecke Köln – Düsseldorf: Sabotageverdacht nach Böschungsbrand

Laut der Deutschen Bahn ist die Strecke inzwischen wieder freigegeben. Die Reparaturen dauerten allerdings mehrere Stunden. Im Nah- und Fernverkehr kam es deshalb zu Umleitungen und Verspätungen und dem Ausfall einzelner Züge.

Laut Bahn hatte am Freitagvormittag an zwei Stellen die Böschung zwischen Langenfeld und Leverkusen gebrannt. Die Feuerwehr habe die Brände zwar gelöscht. Allerdings habe das Feuer Schäden an mehreren Signalkabeln angerichtet, sodass auf dem Streckenabschnitt keine Züge fahren könnten.

dpa/pvt