So steht es wortwörtlich in Artikel 54 Grundgesetz: Der Bundespräsident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung gewählt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Klar, dass da Männer wie Kanzler Merz und all die Herren vor ihm nie ernsthaft auf die Idee kamen, eine Frau aufzustellen, die mehr als eine Zählkandidatin sein sollte. Von einer Präsidentin ist keine Rede. Frauen waren über Jahrzehnte allenfalls „mitgemeint“ - auch im Osten. Und heute: Wenn ich an all die Officer und Chiefs denke, die es in der Wirtschaft gibt. Da spielt die weibliche Form keine Rolle. Warum wohl?
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Jetzt hat also Kanzler Merz gesagt, er wolle eine Frau. Aha.
Eine gute Kandidatin wird sich davon nicht beschädigen lassen. Sie muss keineswegs eine Juristin sein, denn Leute, die sich mit Staatsrecht bis in die kleinsten Verästelungen auskennen, gibt es zuhauf im Bundespräsidialamt.
Was uns gut täte, das wäre eine Frau an der Spitze, die sich nicht von den Bösmeinenden in diesem Land einschüchtern lässt. Ich hätte gerne eine Präsidentin, die vorlebt: Wir können viel mehr schaffen, als sich viele gerade zwischen Nöhlen und Jammern zutrauen. Ich wünsche mir eine Bürgerin an der Spitze des Landes, die sich um alte Angehörige kümmert und den stressigen Alltag der Normalverdiener kennt, eine, die Freiheit, Sozialstaat und das gute Miteinander zu schätzen weiß. Die sich mit den Leisen, den Zupackenden im Land unterhält. Es muss nicht gleich eine Heilige Elisabeth sein. Aber eine vom streitbaren Schlage einer Rita Süßmuth täte uns gut. g.sommer@tlz.de





