Wenn im Winter draußen Frost und Nässe dominieren, möchte man es drinnen angenehm warm haben. Die Heizungen laufen dann auf Hochtouren – und verschlingen im Haushalt den größten Teil der Energie. Viele Menschen drehen die Thermostate deshalb vorsichtiger auf. Doch wer zu stark spart und zusätzlich noch wenig lüftet, riskiert schnell feuchte Wände und Schimmel. Dabei lässt sich mit einigen Kniffen clever heizen und spürbar Geld sparen. Wie das gelingt, zeigt ein Blick auf ein paar einfache Regeln.

Richtig heizen: Diese Grundlagen sollte man beachten

Bei den Heizkosten kann effizient gespart werden, ohne dass man auf warme Räume verzichten muss. Eine wichtige Frage ist dabei, welche Räume wie oft und wie lange genutzt werden. Wohnräume sollten auf 19 bis 21 Grad geheizt werden. Andere Zimmer sollten mindestens 16 Grad haben, damit die Räume und die Gesundheit nicht leiden. Damit die Wärme in den Wohnräumen nicht verloren geht, sollten die Türen zwischen den Zimmern geschlossen bleiben.

Lesen Sie auch: Heizung richtig eingestellt? Das bedeuten Schneeflocke und Mond

Anstatt spontan auf der höchsten Thermostatstufe zu heizen, sollte länger auf niedrigen Stufen geheizt werden. Dabei genügt die Thermostatstufe 3 für rund 20 Grad, denn höhere Einstellungen verschwenden viel Energie. In kühleren Räumen mit etwa 16 Grad reichen die untersten Stufen.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Die Temperaturen können bei Abwesenheit oder nachts ruhig etwas niedriger sein, die Zimmer sollten aber nicht komplett auskühlen. Die Menge an Energie, die benötigt wird, um Wände und Böden wieder aufzuwärmen, ist um ein Vielfaches größer, als wenn auf niedriger Stufe weitergeheizt wird. Zu niedrige Zimmertemperaturen begünstigen zudem Schimmel.

Heizen und lüften: Fenster besser nicht kippen

Um Schimmel vorzubeugen, sollte dreimal täglich fünf bis zehn Minuten mit offenem Fenster gelüftet werden. Bei Temperaturen unter null Grad reichen auch drei bis fünf Minuten.

Gekippte Fenster scheinen eine gute Lösung zu sein, um etwas frische Luft in die Wohnung zu lassen, ohne dass die Zimmer auskühlen. Allerdings dauert es so viel länger, bis die Luft im gesamten Raum erneuert ist. Tendenziell wird mit gekippten Fenstern zu kurz gelüftet und so Schimmel begünstigt. Gekippte Fenster werden auch gerne mal vergessen und treiben so die Heizkosten in die Höhe.

Heizkörper sollten frei stehen, um richtig zu heizen

Um Heizkosten zu senken, sollte auch auf die Inneneinrichtung geachtet werden:

  • Die Heizkörper sollten nicht von Möbeln, Decken oder Gardinen verdeckt sein, sondern besser frei stehen. So kann die warme Luft zirkulieren und jede Ecke erreichen.
  • Um die Wände zu schonen, sollten die Möbel etwas abgerückt stehen. So entsteht kein Schimmel zwischen den Möbeln und der kalten Wand. Das gilt insbesondere für Altbauten, die oftmals kalte Wände haben.

Luftfeuchtigkeit kann mit Hygrometer überprüft werden

Generell gilt: Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto häufiger muss gelüftet werden. Besonders in der Küche, im Bad und im Schlafzimmer ist dies der Fall. Nach dem Aufstehen, dem Kochen oder dem Duschen sollte deshalb direkt gut gelüftet werden. Eine Dunstabzugshaube in der Küche reicht nicht aus, denn sie filtert oftmals nur das Fett und die Gerüche, aber nicht die Feuchtigkeit aus der Luft.

Die Luftfeuchtigkeit sollte generell zwischen 40 und 60 Prozent liegen und kann mit einem Hygrometer überprüft werden. In besonders feuchten Wohnungen kann auch ein Luftentfeuchter helfen, für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.

fmg