- Kurz vor seinem TV-Abschied hat Thomas Gottschalk seine Krebs-Erkrankung öffentlich gemacht
- Konkret wurde bei ihm ein epitheloides Angiosarkom diagnostiziert
- Was ist das genau – und wie sieht die Behandlung aus?
Es dürfte einer der schwersten Schritte seiner Karriere gewesen sein: TV-Entertainer Thomas Gottschalk hat Ende November seine Krebs-Erkrankung öffentlich gemacht. Bereits vor vier Monaten sei er wegen eines epitheloiden Angiosarkoms operiert worden, sagten Gottschalk und seine Frau Karina gegenüber der „Bild“-Zeitung. Ein Teil seiner Harnleiter und seiner Blase hätten entfernt werden müssen.

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An was für einer Krebsart ist Gottschalk genau erkrankt? Welche Symptome zeigt das epitheloide Angiosarkom? Kann die seltene Krebsart effektiv behandelt werden? Wie hoch ist die Überlebensrate? Ein Überblick.
Epitheloides Angiosarkom: Das ist Gottschalks Krebs
Das epitheloide Angiosarkom ist laut der US-amerikanischen Mayo Clinic ein seltener Subtyp des Angiosarkoms, die ihren Ursprung in den Zellen der Blut- und Lymphgefäße hat, den sogenannten Endothelzellen. Obwohl dieser Tumor am häufigsten in der Haut und im Weichgewebe auftritt, kann er extrem selten auch innere Organe wie die Blase befallen.
Je nach Lokalisation können die Beschwerden variieren, bei Blasenbefall ist Blut im Urin ein typisches Zeichen. Angiosarkome machen etwa 1 bis 2 Prozent der Weichteilsarkome aus. Die jährliche Inzidenz liegt bei wenigen Fällen pro Million. Der epitheloide Subtyp ist nochmals seltener – Blasenfälle sind Einzelfälle.
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Epitheloides Angiosarkom: So wird dieser Krebs behandelt
Die genaue Ursache für das epitheloide Angiosarkom ist unbekannt – klar ist laut Mayo Clinic nur, dass die Wucherungen durch Veränderungen in der DNA der Weichgewebezellen entstehen, die zu einer schnellen Zellvermehrung führen.
Besonders selten ist die epitheloide Form, die unter dem Mikroskop Hautzellen ähnelt. Dieses Angiosarkom tritt typischerweise bei älteren Erwachsenen auf, was zu Gottschalks Alter von 75 Jahren passt. Ein erhöhtes Risiko besteht zudem nach vorangegangener Strahlentherapie oder bei langanhaltenden Lymphödemen (Lymphschwellungen).
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Behandelt wird es in der Regel durch eine operative Entfernung des erkrankten Gewebes: Chirurgen entfernen den Tumor und auch etwas gesundes Gewebe darum herum. Um sicherzustellen, dass keine Tumorzellen mehr im Körper verbleiben, kann im Anschluss eine Chemo- oder Strahlentherapie folgen.
Die Überlebensprognose ist oft ungünstig. Rezidive (Wiederauftreten nach Phase der Besserung) und Metastasen sind eher die Regel als die Ausnahme. Liegt bereits eine Metastasierung vor, beträgt die Zwei-Jahres-Überlebensrate nach Angaben der Deutschen Sarkom-Stiftung nur noch bei 13 Prozent.
jst/FMG







