Auf Worbiser Spielplatz lauern Gefahren

Worbis  Beunruhigte Väter schildern sorgenvoll die Situation. Ortsteilbürgermeister Thomas Rehbein handelt.

Mara und Mina spielen auf dem Worbiser Spielplatz. Allerdings blicken die Eltern mit Argusaugen darauf, denn die Geräte sind alt und der Kies gefährlich.  

Mara und Mina spielen auf dem Worbiser Spielplatz. Allerdings blicken die Eltern mit Argusaugen darauf, denn die Geräte sind alt und der Kies gefährlich.  

Foto: Antonia Pfaff

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Die Sorgenfalten auf der Stirn von Marcus Grimm sind tief. Mit Argusaugen betrachtet er den Worbiser Spielplatz an der Kreuzung Medebacher Straße und Straße der Solidarität. Denn die Situation auf dem Spielplatz selbst und drum herum sei alles andere als sicher und kindgerecht, meint der Anwohner und Vater.

Die Geräte sind nicht nur beschmiert, auch die Farbe blättert immer mehr ab. Hinzu würde kommen, dass an den verschiedenen Spielgeräten kein TÜV-Siegel sei. „Natürlich kommt einmal im Jahr jemand und zieht die Schrauben fest, aber das ist doch keine ordnungsgemäße Abnahme“, meint Marcus Grimm.

Ein weiterer Punkt, der ihn und die Väter Marco Emmelmann und Sebastian Klamet ärgert, ist der Kies unter den Geräten. „Wenn ein Kind in den Kies fällt, sind die Knie auf“, weiß Marcus Grimm aus Erfahrung, denn einen solchen Vorfall habe es erst gegeben. Auch Sebastian Klamet erzählt, dass seine Tochter dort gestürzt sei und sich die Hand aufgeschnitten hätte, weil Scherben im Kies lagen.

Darauf reagiert der Worbiser Ortsteilbürgermeister Thomas Rehbein (CDU) sehr besorgt und bestürzt. „Zu mir ist bisher keiner gekommen, ich kenne die Situation auf dem Spielplatz dort nicht.“ Und er appelliert an die Eltern, dass sie bei einem solchen Vorfall sofort Bescheid geben sollen, denn da müsse gehandelt werden. Das tut auch der Ortschef. Er macht sich ein Bild von der Situation auf dem Spielplatz und findet erneut Glasscherben im Kies. „Ich habe den Bauhof informiert, und diese werden binnen weniger Stunden entfernt sein“, sagt Thomas Rehbein.

Ein anderer Punkt ist der Sandkasten oberhalb des Spielplatzes. „Ein Sandkasten ist das eigentlich nicht“, sind sich die Väter einig. Denn der Sand hat sich gesetzt, Unkraut bahnt sich seinen Weg, Müll, Zigarettenstummel und Glas liegen auch dort. „Die Kleinen können hier gar nicht buddeln, wir wissen ja nicht, was sie da noch finden könnten“, so Marcus Grimm. Zudem sei eine freie Sicht zwischen Sandkasten und Spielplatz nicht möglich, weil eine „nicht gepflegte und gemähte hügelige Wiese“ die Sicht versperrt. Wünschenswert wäre, wenn die Kinder zumindest auf der Wiese spielen könnten. Allerdings würden die Anwohner dort mit ihren Hunden hingehen, die eben auf dieser Wiese ihre Geschäfte verrichten. Thomas Rehbein ärgert ein solches Verhalten. Er appelliert an die Anwohner, sofort zu handeln. „Wenn Sie sehen, dass jemand das Geschäft des Hundes nicht weg macht, sofort ein Bild machen, nach dem Namen fragen und melden. Denn dann wird die Person sofort angezeigt.“

In der kommenden Woche soll es einen Besichtigungstermin mit dem Ortschef und einem Spielplatz-Experten der Stadt geben. „Und dann entscheiden wir, wie es weiter geht.“ Für Thomas Rehbein ist es ein großes Problem, „wenn meine Worbiser Kinder dort nicht mehr spielen können.“ Und diese Situation will er anpacken.

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