Caritas-Empfang in Heiligenstadt: „Wie zeigen wir Gesicht?“

Heiligenstadt.  Einen ersten Neujahrsempfang der Caritasregion Eichsfeld-Nordthüringen ab es jetzt im Heiligenstädter Marcel-Callo-Haus.

Beim ersten Neujahrsempfang dankte Stefanie Schmerbauch, Leiterin der Caritas-Region Eichsfeld-Nordthüringen, ihrem gesamten Team.

Beim ersten Neujahrsempfang dankte Stefanie Schmerbauch, Leiterin der Caritas-Region Eichsfeld-Nordthüringen, ihrem gesamten Team.

Foto: Christine Bose

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Zu ihrer Adventfeier in den Standorten Leinefelde, Heiligenstadt, Mühlhausen und Nordhausen treffen sie sich in jedem Jahr: die Mitarbeiter der Caritasregion Eichsfeld-Nordthüringen. Neu im Jahr 2020 war die Einladung zum ersten gemeinsamen Neujahrsempfang im Heiligenstädter Marcel-Callo-Haus am Montag. Ausreichend Gelegenheit für den Erfahrungsaustausch untereinander und für das Vorstellen der „Neuen“, die ihre Tätigkeit aufgenommen haben.

Für Stefanie Schmerbauch, Leiterin der Caritasregion Eichsfeld-Nordthüringen, stand an erster Stelle, ihrem gesamten Team Dank zu sagen für die im Jahr 2019 geleistete Arbeit. Sehr erfreut war sie darüber, dass ehemalige hauptamtlich Beschäftigte der Einladung gefolgt waren. Als Ruheständler wollen sie sich nicht zurücklehnen, bleiben der Caritas weiterhin verbunden, indem sie sich nun ehrenamtlichen Aufgaben widmen. Vierzig Caritas-Dienste werden angeboten.

Im Familienzentrum Kloster Kerbscher Berg Dingelstädt befindet sich die Außenstelle der Heiligenstädter Frühförderstelle „Eltern und Kind“. Es gibt drei Sozialkaufhäuser, eines davon in Leinefelde. Seit dem vergangenen Jahr ist ein neuer Bus für Menschen mit Behinderungen im Einsatz. „Wir als Caritas tragen Verantwortung für die Menschen in unserer Region, für die Großen und die Kleinen“, hob Stefanie Schmerbauch hervor und fügte hinzu: „Unsere Arbeit wird nicht weniger. Schon jetzt haben wir für das Jahr 2020 viele Anfragen aus den Landkreisen.“

In seinem Referat widmete sich der Theologe und Sozialarbeiter Klaus Heddergott aus Hildesheim, Partner der Caritas für Organisations-, Führungskräfte- und Personalentwicklung, dem Leitbild für das Bistum Erfurt „Die Caritas zeigt Gesicht – Wie zeigen wir Gesicht?“. Mehr als einmal verließ er seinen Platz am Rednerpult zum direkten Dialog mit den Zuhörern im Saal. Um das tägliche symbolische Gesicht-Zeigen zu demonstrieren, ging er mit einem Taschenspiegel in der Hand durch die Reihen, sprach die Mitarbeiter an, hörte Beispiele und Meinungen. Als besonders wichtig für die Arbeit mit den Menschen erachtet er: „Es gibt nicht ‚den Weg‘, wir suchen nicht ‚die Lösung‘, wir suchen Perspektiven.“

Auf die Caritas-Kampagne 2020 „Sei gut, Mensch!“ nahm Diözesan-Caritasdirektor Wolfgang Langer aus Erfurt Bezug. Wichtig sei es, sich zu fragen: „Wer soll helfen, wenn nicht ich? Wer soll anfangen, wenn nicht ich?“ Sehr dankbar sei er für das Zusammenrücken der Caritas-Mitarbeiter am Leinefelder Bonifatiusweg. Dort haben die Beschäftigten einige ihrer Büros und Arbeitsräume vorübergehend zur Verfügung gestellt, damit die Betreuung der Kinder aus dem benachbarten St.-Bonifatius-Kindergarten während der umfassenden Sanierung und Renovierung gewährleistet ist.

Auf das bundesweite Problem des Fachkräftemangels, der auch deutlich wird im Mangel an Pflege- und Betreuungskräften, Erziehern und Sozialarbeitern, will der Caritasverband für das Bistum Erfurt reagieren. In der Hauskapelle gab Pfarrer Eberhard Jacob aus Berlingerode als Geistlicher Beistand der Caritas vor dem gemeinsamen Gebet einen geistlichen Impuls. Die Versammelten nahmen auf ihren Weg mit: „So wie es eine Vorfreude auf Weihachten gibt, so gibt es eine Nachfreude – und die möge das ganze Jahr über anhalten.“

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