Planung für neues Baugebiet in Witterda

Witterda  Für den Ort eine Zukunftsfrage. Vorverkaufsrecht für die Einheimischen wird vertraglich geregelt

Auf dieser einst zum Landschaftsschutzgebiet Fahner Höhe gehörenden Fläche soll ein Wohngebiet erschlossen werden.

Auf dieser einst zum Landschaftsschutzgebiet Fahner Höhe gehörenden Fläche soll ein Wohngebiet erschlossen werden.

Foto: Beate Köhler

Am 2. Oktober wurden Witterdas Einwohner über den Planungsstand für ein neues Baugebiet informiert. Das neu zu erschließende Baugebiet am Ortsausgang Witterda in Richtung Kleinfahner soll voraussichtlich 15 Parzellen umfassen mit Grundstücksgrößen zwischen 700 und 800 Quadratmetern.

Damit die Gemeinde die Erschließungskosten nicht tragen muss, wurde ein Investor gefunden. In einem zweistufigen Vertragswerk soll gesichert werden, dass Witterdaern und ehemaligen Witterdaern, die zurückkehren wollen, ein Vorkaufsrecht eingeräumt wird. Bewerber für Baugrundstücke kommen zudem aus umliegenden Orten.

Seit 2006 hat Witterda einen Flächennutzungsplan, auf dessen Basis Baugebiete ausgewiesen werden können.

Die neuen Parzellen, die einst im Landschaftsschutzgebiet Fahner Höhe lagen, was noch zu DDR-Zeiten festgelegt worden war, gehören, seit Witterda über den Flächennutzungsplan verfügt, nicht mehr dazu und bieten dem Ort jetzt die letzte Möglichkeit, ein zusammenhängendes Baugebiet auszuweisen.

Widerstand regte sich unter anderem bei den Anliegern der benachbarten Stichstraße „Vor dem Haun“. Befürchtungen, dass deren Straße zur Baustraße würde, räumte Planer Meißner aus. Noch nicht geklärt und Gegenstand des Planverfahrens sind Details zu Parkplätzen, einer angrenzenden Grünfläche und anderes mehr. Dazu können die Bürger mit Beginn der Offenlegung der Pläne ihre Vorschläge und Bedenken artikulieren.

Die Befürworter des neuen Baugebietes berufen sich darauf, dass es in Witterda, abgesehen von einigen kleinen Restflächen, keine weiteren Baugrundstücke geben wird. Junge und bauwillige Familien warten und hoffen auf die Möglichkeit, sich in Witterda ein Heim schaffen zu können. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Überalterung der Bevölkerung ist der Zuzug, respektive das Verbleiben von jungen Familien für Witterda eine Zukunftsfrage. So plädierte Bürgermeister René Heinemann für das neue Baugebiet.

Dass die Pläne nunmehr offengelegt und das Planverfahren fortgeführt werden kann, wurde mit knapper Mehrheit vom Gemeinderat in öffentlicher Sitzung im Anschluss an die Einwohnerversammlung beschlossen. Fünf Befürworter sahen sich vier Ablehnenden gegenüber. Der Termin für die sechswöchige Offenlegungszeit wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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