Stopp für Vergnügungsstätten

Erfurter Stadtrat verbietet neue Spielhallen und Wettbüros in der Magdeburger Allee.

In der Magdeburger Allee dürfen sich seit dem jüngsten Stadtratsbeschluss keinen neuen Vergnügungsstätten mehr ansiedeln.

In der Magdeburger Allee dürfen sich seit dem jüngsten Stadtratsbeschluss keinen neuen Vergnügungsstätten mehr ansiedeln.

Foto: Foto: Patrick Krug

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Erfurt Der jüngste Stadtrat hat einen Bebauungsplan (ILV696) beschlossen. Ohne Wenn und Aber, ohne Gegenstimme. Nichts Ungewöhnliches in einer Stadt, in der immer gebaut wird. Ungewöhnlich aber eher der Ort, für den die Drucksache 1028/19 steht – die Magdeburger Allee. Viel gebaut werden kann dort eigentlich nicht mehr. „Mit diesem B-Plan wird insbesondere das Planungsziel verfolgt, bestimmte Arten von Vergnügungsstätten (Spielhallen, Wettbüros) auszuschließen“, erklärt Paul Börsch, Chef des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung. Und damit die Wohnnutzung zu schützen und die Beeinträchtigung der städtebaulichen Funktion des Gebietes zu verhindern.

Häufung war in der letzten Zeit festzustellen

Die Aufstellung dieses B-Planes war durch die vermehrte Häufung solcher Vergnügungsstätten in den letzten Jahren in der Magdeburger Allee notwendig geworden, weil dort Spielotheken, Wettbüros und die Aufstellung von Glücksspielautomaten in Läden zugenommen hatten. Noch 2015 habe das Verwaltungsgericht Weimar ein weiteres Wettbüro zugelassen. Daraus, so Börsch, habe sich dieser dringenden Handlungsbedarf ergeben, um die Magdeburger Allee als zentralen Versorgungsbereich zu schützen und in seiner Nutzungsentwicklung nicht weiter einzuschränken, eine weitere Abwärtsentwicklung durch die vermehrte Ansiedlung von Vergnügungsstätten zu verhindern. Zugleich sollte der Wohnungsbestand geschützt und gestärkt werden, da im Umfeld der Magdeburger Allee neue Wohnprojekte entstehen. Bereits bestehende Vergnügungsstätten dürfen indes weiter machen. Sie sind bestandsgeschützt.

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