Arbeiten an Heißwassertrasse im Geraer Hofwiesenpark gut im Plan

Gera  Die Bauarbeiten zur Heißwassertrasse im Geraer Hofwiesenpark schreiten schneller voran als geplant. Durchgeführt werden die Arbeiten von der Energieversorgung Gera. Parkbesucher nehmen es gelassen.

Genossen am Wochenende den Hofwiesenpark: Juliane Hauser mit Söhnchen Maximilian aus Gera-Lusan.

Genossen am Wochenende den Hofwiesenpark: Juliane Hauser mit Söhnchen Maximilian aus Gera-Lusan.

Foto: Christiane Kneisel

Seit März dieses Jahres wird rege im Geraer Hofwiesenpark gebaut. Im Auftrag der Energieversorgung Gera verlegen Firmen hier unterirdisch die neue Heißwassertrasse. Schritt für Schritt ersetzt sie die alte Hochdruckdampfleitung, die Anfang dieses Jahres außer Betrieb genommen wurde und seitdem zurück gebaut wird.

Für Parkbesucher sind die Arbeiten mit einigen Einschränkungen in diesen Sommermonaten verbunden. Bauzäune trennen mehrere Flächen für den Publikumsverkehr ab. Für eine im Hofwiesenpark notwendige Baustraße entlang der neuen Trasse mussten drei Beete, Rasenflächen, Rad- und Gehwege weichen. Teils wurden auch Wegeprovisorien angelegt. An Werktagen lärmen Bagger und andere Baufahrzeuge. Immer wieder verfolgen Passanten neugierig die Arbeiten in der grünen Oase. Die meisten scheinen sie zudem gelassen zu nehmen. So wie beispielsweise Manuela Job. Die junge Geraerin, die mit ihrer Tochter im Kinderwagen spazieren geht, meinte dazu, „es nützt ja nichts. Man muss nur schauen, wie man am besten aus dem Park herauskommt, denn einige Wege sind ja gesperrt.“ Familie Hauser aus Lusan war am Wochenende im Park anzutreffen. „Von den Bauarbeiten haben wir bisher nicht allzu viel mitbekommen, sind aber auch nicht so häufig hier. Einzig auf unserem Weg aus Richtung Elster kamen wir erst einmal nicht weiter“, meinte Anton Hauser, der sich mit Frau Juliane und Söhnchen Maximilian ein schattiges Fleckchen ausgesucht hatte. Von den Bauzäunen einige hundert Meter weiter ließ sich die junge Familie nicht stören. „Jetzt am Wochenende ist es ja ruhig im Park und wir genießen es. Das ist unser Start in den Urlaub“, erzählte sie.

Rohre in Verbindung mit Hightech

Der größte Teil der Heißwasserrohre liegt mittlerweile im Boden. Nahe der Skater-Anlage haben Mitarbeiter der Strabag Gesellschaft Teile der Baustraße bereits zurückgebaut. Dort ist die Fläche wieder begradigt. Eingerüstet ist derzeit der Pöppelner Steg. Hier im Brückenüberbau quert die Trasse die Weiße Elster. Je nach Baufortschritt werden gerade Gleitlager eingesetzt. Mit den neuen Rohren kommt auch jede Menge Sicherheits- und Messtechnik in den Boden. Zum einen wird das Rohrsystem mit Spezialschaum isoliert, zum anderen erhält es Drähte zur Leckwarnüberwachung. Damit lässt sich künftig Nässe messen, damit können Schadensstellen geortet werden. An einem überirdischen Stahlrohr überwacht beispielsweise Servicetechniker Sandrino Bosányi vom Unternehmen Spie Gastechnischer Service Erfurt den katodischen Korrosionsschutz für die Fernwärme.

„Damit die Leitung nicht rostet, wird ein Schutzstrom angelegt. Eisenhaltige Substanzen fangen irgendwann an zu rosten. Ob und wie schnell das vonstatten geht, lässt sich mit einem aufgeschweißten Kabel kontrollieren. Anhand von messbaren Spannungswerten sieht man, ob noch Korrosionsschutz gegeben ist oder nicht“, erklärte er.

„Die Arbeiten im Hofwiesenpark liegen etwa zwei Wochen vor dem anvisierten Zeitplan“, informierte die Pressesprecherin der Energieversorgung Gera auf Anfrage und bescheinigte einen bisher reibungslosen Ablauf. „Aufgrund der guten Planungsleistungen, detaillierten Abstimmungen mit allen Beteiligten, konstruktiver Zusammenarbeit mit den Fachdiensten der Stadt und der Kultur Gesellschaft, der Lebenshilfe Gera als Hofwiesenparkbetreiber sowie der ordentlichen Bauausführung durch die von uns beauftragten zuverlässigen bauausführenden Firmen gab es keine größeren Probleme“, sagt Corinna Müller. Auf das begradigte Erdreich wird demnächst Rollrasen ausgebracht beziehungsweise Gras angesät. Blumen, Büsche und Hecken werden ersetzt. Im Oktober, so der Plan, soll alles wieder hergestellt sein. Und auch für den im September anstehenden Elstertal-Marathon steht das Licht auf Grün.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.