Goldener Spatz sucht Kinder für Jury 2020

Gera.  Ex-Jury-Mitglied Smilla Fingerloos aus Gera erklärt, was Kinder beim Goldenen Spatz erwartet und wie man in die Jury kommt.

Smilla Fingerloos aus Gera war in der Goldenen Spatz Jury 2019.

Smilla Fingerloos aus Gera war in der Goldenen Spatz Jury 2019.

Foto: Marvin Reinhart

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„Man denkt vielleicht, man sitzt nur im Kino, aber in Wirklichkeit ist das harte Arbeit“, blickt Smilla Fingerloos aus Gera auf die Zeit als Jury-Mitglied beim Kinderfilmfestival Goldener Spatz zurück. „Aber es ist auch eine schöne Zeit“, sagt die 13-Jährige. Bis zum 18. Januar können sich Kinder für die Jury der 28. Auflage des Deutschen Kinder Medienfestivals bewerben. Doch worauf lassen sich die Jury-Anwärter ein?

„Die Kinder kommen an, checken im Hotel in Gera ein und am nächsten Tag geht’s los“, erinnert sich Smilla Fingerloos an den ersten Tag beim Goldenen Spatz. Besonders den Zusammenhalt in der Gruppe stellt sie in den Vordergrund. „Man ist unter Gleichaltrigen und lernt neue Freunde kennen“, sagt sie. Mit einigen habe sie bis heute Kontakt. Zum informellen Austausch gebe es Zeit, am Abend, auf den Zimmern. Wenn auch nicht so viel. Denn die Arbeit der Jury ist anstrengender, als sie erwartet hat. „Nach einigen Beiträgen am Stück, ist es schwer, konzentriert zu bleiben“, sagt sie. Zudem gibt es viele verschiedene Meinungen zu den Filmen. Um die Preisträger zu ermitteln, wird viel debattiert. Dabei sei eine eigene Meinung wichtig. „Trotzdem sollten Kinder in der Jury nicht beleidigt sein, wenn nicht der Beitrag gewinnt, für den man gestimmt hat“, so die 13-Jährige.

Filmkritik und Mitmachbogen

Für die 28. Jury können sich Kinder von neun bis 13 Jahren bewerben. Dazu muss ein Mitmachbogen ausgefüllt und eine Filmkritik verfasst werden. Smilla Fingerloos reichte eine Kritik über „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ ein – ein französisch-schweizerischer Film aus dem Jahr 2004. „Ich schrieb mehrere Seiten über die Handlung und einige Fakten des Films und darüber, wie ich den Film empfand“, sagt das Ex-Jury-Mitglied. Die Kritik wird von einer Experten-Kommission gelesen und bewertet. Am Ende werden rund 30 Kinder für die Jury ausgewählt, teilt der Veranstalter mit.

Während der ersten drei Festival-Tage sind die Kinder in Gera. Hier werden hauptsächlich Beiträge geschaut, erinnert sich Smilla Fingerloos. „In Erfurt in den letzten Tagen wird dann viel geredet und die Preisträger ausgemacht“, sagt sie. Zwischendurch gibt es hin und wieder Ausflüge – ins Schwimmbad oder in die Erfurter Innenstadt. Da das Festival in der Schulzeit stattfindet, habe sie im Nachhinein eine Woche Unterricht aufarbeiten müssen. „Das muss gut organisiert sein“, gibt sie den neuen Jury-Kindern mit auf den Weg.

Doch all die Mühe war das Festival am Ende wert, so die Geraerin. Als der emotionale Abschied nach einer Woche unweigerlich bevorstand, blickte sie melancholisch zurück. „Diese Zeit wird mir fehlen“, habe sie gedacht. Und das sei der schlimmste Moment des Festivals gewesen. „Sie haben Time to say goodbye gespielt, als wir uns verabschiedet haben. Das war schon hart“, erinnert sie sich.

Der 28. Goldene Spatz findet vom 24. bis zum 30. Mai in Gera und Erfurt start. Die Teilnahme für Kinder ist kostenfrei. Zur Bewerbung gehört ein Mitmachbogen und eine Filmkritik. Der Bogen und alle weiteren Infos zu den verschiedenen Jury-Gruppen (Kino-TV und Digital) können auf der Webseite des Veranstalters www.goldenerspatz.de eingesehen und heruntergeladen werden.

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