Meine Meinung

Kommentar: Nichts Altbackenes

Sylvia Eigenrauch über die Freude am Ausprobieren und den Mut, die Innung zu verlassen.

Sylvia Eigenrauch

Sylvia Eigenrauch

Foto: Peter Michaelis

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Die Bäckerei mit der 224-jährigen Tradition hat ausgetretene Pfade verlassen und bleibt doch dem Handwerk treu. Was sich wie ein Widerspruch liest, ist keiner. Denn Handwerk bedeutet nicht, stehen zu bleiben und sich an Altbackenes zu klammern. Vielmehr will diese Handarbeit in unsere Zeit geholt werden. Das gelingt, weil die Inhaber ihre Kundschaft kennen und sich Trends nicht verschließen. Weil Produkte mit Dinkelmehl nachgefragt sind, gibt es in dieser Saison erstmals den Dinkel-Vollkornstollen. Außerdem reift die Idee, ein basisches Brot zu entwickeln, das ganz ohne Mehl auskommen soll. Auch die Monatsbrote mit speziellen Zutaten oder der Aufruf zur Wahl der beliebtesten Pfannenkuchenfüllung vor der Langen Nacht der Wirtschaftslöwen bindet die Kunden an den Hersteller. Übrigens lagen die Vanillefüllung und der Pflaumenmus gleichauf.

Ausgetreten waren für die Brüder auch die Wege, die sie in der Bäckerinnung vorfanden. Obwohl der Vater die Innung einmal selbst geleitet hatte, traten sie im Sommer aus und schlossen sich der Landesinnung Sachsen an. In der Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Dresden hatte der Vater 1978 schon seine Meisterprüfung absolviert. Alle anderen Meister im Betrieb auch. Die Beratung soll stimmen, in Backfragen und beim Management.

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