In Ronneburg abgestürztes Flugzeug „Vampir“ in Tschechien zugelassen

Ronneburg/Großenstein.  Bei einem Flugzeugabsturz in Ronneburg ist Samstag der Pilot ums Leben gekommen. Die Untersuchungen des Unglücks dauern an.

Absturz eines Kleinflugzeuges am 21. November zwischen Ronneburg und Großenstein. Der Piloten verstarb.

Absturz eines Kleinflugzeuges am 21. November zwischen Ronneburg und Großenstein. Der Piloten verstarb.

Foto: Bodo Schackow

Die Untersuchungen des Flugzeugabsturzes vom 21. November zwischen Ronneburg und Großenstein dauern an. Bei dem Unglück war der Pilot ums Leben gekommen. „Drei unserer Mitarbeiter waren gleich am Samstag vor Ort“, so Roger Knoll von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) Braunschweig. Er leitet diesen Fall. Viel kann Knoll noch nicht sagen. „Teile des Wracks sind inzwischen im Labor. Der Datenspeicher ist sehr verbrannt und kaum auslesbar. Radardaten wurden angefordert.“ Ende des Jahres soll ein Zwischenbericht vorliegen.

Abgestürztes Ultraleichtflugzeug wurde in Tschechien entwickelt und hergestellt

Bei dem Ultraleichtflugzeug für zwei Personen mit einer zugelassenen Geschwindigkeit von 270 km/h handelt sich um eine Flying Machine FM 250 „Vampir“. Es wurde in Tschechien entwickelt und hergestellt. „Deshalb ist auch die staatliche Stelle zur Untersuchung von Flugzeugunglücken in Prag eingebunden“, berichtet Roger Knoll. Bekannt sei, dass Pilot laut Bordbuch seinen ersten Flug in Deutschland mit dieser Maschine im Oktober dieses Jahres absolvierte. Die Lizenz zum Fliegen hatte der Mann aber schon viel länger. Über die Identität des Opfers wird keine Auskunft gegeben.

Das Flugzeug verunglückte auf einer freien Fläche. Der Pilot saß allein in der Maschine und war von Gera auf dem Weg nach Riesa. Der Leichnam wies starke Brandspuren auf. Freiwillige Feuerwehren von Ronneburg, Großenstein, Bethenhausen, Hirschfeld und Pölzig rückten an jenem Sonnabendnachmittag zum Einsatz aus. Bis 23.30 Uhr waren vier Mitglieder der Großensteiner Wehr an der Unfallstelle, um diese auszuleuchten und die Brandsicherheit zu gewährleisten.