Sparkasse zeigt in Gera D-Mark in Münzen und Scheinen

Gera.  Als die D-Mark kam. Die Ausstellung in der Geraer Schloßstraße erinnert an die Währungsunion vom 1. Juli 1990.

Banknoten und Münzen gehören zu den Exponaten.

Banknoten und Münzen gehören zu den Exponaten.

Foto: Peter Michaelis

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Heute vor 30 Jahren wurde die D-Mark Zahlungsmittel auch im Gebiet der DDR. Mit Exponaten des Kulturbundes Gera, insbesondere der Gruppe Numismatik, erinnert die Sparkasse Gera-Greiz in der Schloßstraße 11 an die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, die am 1. Juli 1990 in Kraft trat.

Zeitungen von damals, DDR-Geld und die damals so heiß begehrte D-Mark als Münze und Schein sind in einer Schauvitrine ausgestellt, informiert die Sparkasse. Zudem öffne die Chronik ein Zeitfenster auf die Geschehnisse von damals. Dort heißt es: „Mit einem Marktanteil von nahezu 90 Prozent der Privatkonten hat die Sparkasse den Mammutanteil der gewaltigen Arbeit zu schultern…Um die Bevölkerung schnell und möglichst reibungslos mit der harten Mark in bar zu versorgen, werden in Gera und im Landkreis 70 Auszahlungsstellen eingerichtet und mit zusätzlichem Personal besetzt.“

Mit dem Trabi das Geld in Beuteln ausgefahren

Der heutige Leiter des Greizer Beratungscenters, Uwe Borchardt, der seit 1983 Sparkassenmitarbeiter ist, könne sich noch gut erinnern. „Das war eine turbulente Zeit. Vieles musste über Nacht organisiert werden“, wird er zitiert. „Im privaten Trabant des damaligen Sparkassendirektors Herkner habe ich mit ihm die D-Mark zu den Filialen gefahren, verstaut in unauffällige Beutel. Sicherheitsbehälter wie heute gab es damals ja nicht.“

Während die Chronik vergriffen ist, gebe es den Reprint einer historischen Festschrift zur Eröffnung des Handelshofes 1929 noch. Er ist das historische Bankgebäude und wird auch heute genutzt. Darauf weise eine zweite Vitrine im Beratungscenter in der Geraer Schloßstraße hin.

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