Friedrichrodaer Projekte von Aktivpark bis Fürstenpavillon

Friedrichroda.  Im März will die Stadt die Investition in beiden Kurorten und den Ortsteilen anschieben. Fast grünes Licht für Etat 2020.

In Friedrichroda hat es am Mittwoch geschneit. Zum ersten Mal in diesem Winter räumt Steffen Stötzer den Fußweg in der Lindenstraße vom Schnee frei. Die Stadt Friedrichroda hat für dieses Jahr zahlreiche Großprojekte angeschoben.

In Friedrichroda hat es am Mittwoch geschneit. Zum ersten Mal in diesem Winter räumt Steffen Stötzer den Fußweg in der Lindenstraße vom Schnee frei. Die Stadt Friedrichroda hat für dieses Jahr zahlreiche Großprojekte angeschoben.

Foto: Wieland Fischer

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Im Friedrichrodaer Rathaus herrscht gute Stimmung. „Wir sehen der Genehmigung unseres Haushaltsplans fröhlich entgegen“, sagt Bürgermeister Thomas Klöppel (parteilos). Der Etat 2020 war Ende vorigen Jahres vom Stadtrat einstimmig verabschiedet worden. Nun ist von der Kommunalaufsicht die Eingangsbestätigung mit der Aufforderung eingetroffen, noch eine Planung bei den Friedrichrodaer Stadtbetrieben zu korrigieren. An den Eckdaten, 11,5 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 5,9 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, habe sich nichts geändert. Klöppel geht davon aus, dass der Stadtrat am Donnerstag, 27. Februar, der Forderung der Kommunalaufsicht nachkommt und den Beschluss dazu fasst. „Ab März könnten wir dann loslegen.“

Der Ortsteil Cumbach soll eine Zisterne erhalten, damit bei einem Brand zum ersten Löschangriff mindestens einhundert Kubikmeter Wasser dort zur Verfügung stehen. Die Stadt hatte das Projekt bereits vergangenes Jahr auf der Agenda. Es wurde vertagt, weil die damals beauftragte Firma Mehrausgaben avisiert hatte. Aus Sorge, die Kirche in Mitleidenschaft zu ziehen, sei der Standort dort verworfen worden. Nun werde die Zisterne in die vordere Hälfte des Feuerlöschteiches versenkt, dessen hintere Hälfte werde renaturiert und bleibe Biotop. Im Etat sind dafür 220.000 Euro eingestellt.

In Ernstroda will die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis die Cumbacher Straße erneuern, einschließlich Nebenanlagen; Kosten für die Stadt: 250.000 Euro. Die Bauarbeiten werden im April beginnen und voraussichtlich bis November dauern. Die Straße sei in dieser Zeit gesperrt, kündigt Klöppel an.

Als weiteren Schwerpunkt nennt der Bürgermeister den Um- und Ausbau des Kindergartens in Finsterbergen. Dieses Jahr sind dafür 150.000 Euro vorgesehen und im nächsten 165.000 Euro. Mit dem dritten Bauabschnitt werde die Grundsanierung der Kita Finsterbergen abgeschlossen. Ende 2020 soll auch der Anbau (3,2 Millionen Euro) am Kindergarten Friedrichroda bezugsfertig sein, um dessen Kapazität auf 155 Plätze zu erhöhen. Bauträger dort ist die Arbeiterwohlfahrt. Die Fördermittel dazu reicht die Stadt an die Awo weiter; Klöppel: „Gemeinsam wollen wir das Projekt zu einem guten Ende bringen.“

Der zweite Bauabschnitt Kurpark Friedrichroda steht im Etat mit 340.000 Euro (davon 255.000 Euro Förderung). Dafür sollen die Fitness- und Aktivzone unterhalb der Promenade erweitert und ein neues Kneipptretbecken gebaut werden.

Über den Geopark Inselsberg - Drei Gleichen will die Stadt den Eingangsstollen der Grube Glücksstern wieder herrichten lassen. Das Zeugnis der Bergbaugeschichte ist seit einigen Jahren zusammengebrochen. Der Stolleneingang soll wieder ein Schaustück werden.

Im zweiten Bauabschnitt der Markstraße sollen weitere Elemente zur Verkehrsberuhigung des innerstädtischen Bereichs eingebaut werden. 333.000 Euro plant die Stadt dafür ein.

Beim weiteren Ausbau des Bahnhofs Reinhardsbrunn stehen die Dachsanierung am Fürstenpavillon und Restarbeiten an. Innen sei das Gebäude bereits gut wiederhergestellt. Wie der Pavillon mit dem benachbarten Bahnhof in Zukunft genutzt wird, das steht noch nicht im Detail fest. Am Konzept werde noch gearbeitet, sagt Klöppel. Die Grundidee bleibe bestehen: das Ensemble als Tor zur Inselsbergregion. Mit der Umsetzung rechne er nicht vor 2023 bis 2025. „Bis dahin haben wir genug andere Projekte, die wir realisieren müssen.“ Unabhängig davon beantrage die Stadt, dafür Fördermittel, um mit Hilfe der Thüringer Aufbaubank und Landesentwicklungsgesellschaft die äußere Hülle des Bahnhofs zu sichern und zu sanieren.

Zu den jetzt anstehenden Aufgaben zählt zum Beispiel der Brückenbau am Steiger in Finsterbergen (366.000 Euro). Definitiv werde dieses Jahr der zweite Abschnitt des Radweges auf der Thüringer Waldrandroute, zwischen Ernstroda bis Friedrichroda, Alexandrinenstraße gebaut. Klöppel sagt: „Wenn wir das dieses Jahr nicht umsetzen, gehen die Fördermittel von 90 Prozent dafür verloren.“ Bei einer veranschlagten Summe von 495.000 Euro sei das geboten.

Mit 1,2 Millionen Euro soll der Breitbandausbau am Rennsteig zwischen Tanzbuche und angeschoben werden. Die Stadt will sich mit 10.000 Euro beteiligen, um Weiße Flecken auf dem Kammweg zu beseitigen.

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