Laserfertigung und Metalldrücken in Gotha

Conny Möller
| Lesedauer: 3 Minuten
Oberbürgermeister Knut Kreuch lässt sich von Geschäftsführer Alexander Steiger (links) die Arbeitsschritte beim Unternehmen UFG Umformtechnik Gotha erklären.

Oberbürgermeister Knut Kreuch lässt sich von Geschäftsführer Alexander Steiger (links) die Arbeitsschritte beim Unternehmen UFG Umformtechnik Gotha erklären.

Foto: Conny Möller

Gotha.  Der UFG Umformtechnik GmbH stattete Gothas Stadtoberhaupt einen Wirtschaftsbesuch ab, die 2020 im Gewerbegebiet neu gebaut haben.

Seine Wirtschaftsbesuche setzte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) am Dienstag fort. Diesmal galt das Interesse der UFG Umformtechnik, die im Gewerbegebiet ihren Sitz hat. Gemeinsam mit Referatsleiterin Nicole Schwan und ihrem Mitarbeiter Steffen Heinze von der Wirtschaftsförderung wollte das Stadtoberhaupt wissen, wie das Unternehmen bisher durch die Corona-Pandemie gekommen sei.

Vor neun Jahren hatte der gebürtige Chemnitzer Karosseriebauer Alexander Steiger die UFG Umformtechnik GmbH vom damaligen Geschäftsführer Fred Drews erworben, der den Gothaer Betrieb von 1996 bis 2012 leitete. Doch die Vorgeschichte zur Übernahme war eine andere. So sei Steiger als 19-Jähriger 1989 in den Westen abgehauen. Im Ruhrgebiet habe er bei einem Autoverwertungsbetrieb gearbeitet, der im Osten mehrere Standorte unterhielt. 1997 kehrte Alexander Steiger zurück, allerdings nicht nach Chemnitz, sondern nach Erfurt. „Ich wollte mich schon immer selbstständig machen und bin dann auf die UFG gestoßen“, erzählt der Jungunternehmer.

Die Umformtechnik in Gotha war ein Ableger des damaligen Herstellers für Haushaltsgeräte Foron. Das Unternehmen besaß Metalldrückmaschinen, die gerade im Maschinenbau sehr gefragt waren. Neben den Metalldrückmaschinen hatte der Betrieb eine angegliederte Lohnfertigung, Vertrieb und Service. Es war alles vorhanden, was für einen Maschinenbau-Ingenieurbetrieb wichtig war. Alexander Steiger kaufte des Betrieb und baute die Produktion weiter aus.

Doch schnell stieß er auch an seine Grenzen, was die Erweiterung der Produktionshallen am alten Standort, der sich in der Uelleber Straße befand, anging. „Die alten Hallen hatten unterschiedliche Größen“, sagt Alexander Steiger. Im Gewerbegebiet Süd wurde er schnell fündig. Das Grundstück in der Cyrusstraße erlaubt ihm sogar die Option seine Fertigungshallen zu erweitern, wenn es notwendig wird. Anderthalb Jahre hat der Neubau der Produktionshallen angedauert. Im August 2020 wurde die neue Produktionsstätte der UFG eröffnet.

Mittlerweile sind 17 Mitarbeiter bei der Umformtechnik beschäftigt. Geschäftsführer Steiger teilte OB Kreuch mit, dass in Kürze Mitarbeiter im Vertrieb und im Meisterbereich eingestellt werden sollen, um perspektivisch auch Lehrlinge ausbilden zu können. Zahlreiche Praktikanten von FöBi und Grone haben in den Betrieb hineingeschnuppert.

Neben der Investition in die neue Fertigungsstätte wurden auch Investitionen in neue Maschinen getätigt. So wurde in diesem Jahr für 450.000 Euro eine Laserschneidanlage gekauft. Mit der CNC-gesteuerten Anlage können hochgenaue Blechzuschnitte ermöglicht werden. Die verarbeitenden Materialien reichen von Stahl, Edelstahl und Aluminium in verschiedenen Stärken. Weitere Spezialisierungen des Gothaer Unternehmens sind neben dem Metalldrücken auch die Konstruktion. „Die Besteller geben uns Zeichnungen und wir stellen das entsprechende Teil her“, erklärt Steiger. Zudem werden Schweißarbeiten, Laserschneiden, Abkanten und Biegen der Materialien vorgenommen. Unter den Produkten sind Spezialteile für Lastkraftwagen, Flugzeuge und Maschinenparks