Sparhaushalt von Friedrichroda weist immer noch Lücken auf

Ernstroda.  Die Stadt strebt Planungsgemeinschaften an mit Waltershausen für eine Straße und mit Bad Tabarz am Rennsteig.

An vier Punkten des Rennsteig, unter anderem am Prinz-Andreas-Eck zwischen Heuberghaus und Tanzbuche, wollen Friedrichroda und Bad Tabarz Internet-Hotspots einrichten.

An vier Punkten des Rennsteig, unter anderem am Prinz-Andreas-Eck zwischen Heuberghaus und Tanzbuche, wollen Friedrichroda und Bad Tabarz Internet-Hotspots einrichten.

Foto: Peter Riecke

Der Breitbandausbau auf dem Rennsteig zwischen Inselsberg und Possenröder Kreuz komme gut voran. Das berichtet Monika Siede, geschäftsführende Beamtin der Stadtverwaltung Friedrichroda, zur Stadtratssitzung in Ernstroda. Nächstes Jahr soll auf dem Abschnitt des Höhenwegs Breitbandkommunikation störungsfrei möglich sein. Dazu sollen auch vier drahtlose Internetzugriffspunkte beitragen. Mit Zuschüssen aus einem anderen Fördertopf und Zweckvereinbarung wollen das Bad Tabarz auf der Grenzwiese und am Gelben Weg sowie Friedrichroda am Prinz-Andreas Eck und Spießberg, Abzweig Ebertswiese, installieren lassen. Der Stadtrat Friedrichroda hat dazu am Donnerstag grünes Licht gegeben.

Vertreter der Inselsberg-Anrainer haben diese Woche beraten, wie sie Region noch attraktiver gestalten können. Am Montag, 2. November, wollen sie das in Bad Tabarz fortsetzen, teilte Bürgermeister Thomas Klöppel (parteilos) mit.

Ratsmitglieder müssen Einsparmöglichkeiten suchen

Bei der Umwidmung der Straße zwischen Ernstroda und Schnepfenthal von Landes- in Kommunalstraße wollen Friedrichroda und Waltershausen bessere Konditionen mit dem Freistaat aushandeln. Sie sollen die etwa 3,5 Kilometer lange Straße übernehmen. Ein Gespräch in Erfurt habe ergeben, dass sie statt am 1. Januar 2021 erst Anfang 2022 herabgestuft werde. Bis dahin müsse die Sanierung der Brücke Rödicher Straße geklärt sein. Das habe das ehemalige Straßenbauamt Mitte aus Kostengründen verschoben. „Wir müssen darauf achten, dass wir nicht eine Straße erhalten und dann die Brücke am Hals haben“, sagte Klöppel. Die beiden Nachbarstädte wollen eine Planungsgemeinschaft bilden, um die Arbeiten in den nächsten Jahren umzusetzen.

Friedrichrodas Ratsmitglieder müssen in den kommenden Wochen nach Einsparmöglichkeiten im Haushaltsplan 2021 suchen. Dessen Entwurf weist einen Fehlbetrag von etwa 144.000 Euro aus. Der resultiere aus Steuer-Mindereinnahmen sowie Mehrausgaben, unter anderem bei Kindergärten, erklärte Kämmerin Antje Birkner bei Vorstellung des Zahlenwerkes.

Schon jetzt handele es sich um einen „absoluten Sparhaushalt“, merkt der Bürgermeister an. Trotz Corona-Landeshilfen und Haushaltssperre habe sich in der Anfangsplanung eine Finanzlücke von etwa 900.000 Euro aufgetan. Etliches sei daraufhin heruntergefahren worden, zum Beispiel Ausgaben für geplante Straßenausbesserungen um 100.000 auf 80.000 Euro.

Sanierung des Sportplatzes kostet drei Millionen Euro

Städtebaufördermittel will die Stadt unter anderem zur Sanierung des Bahnhofs Reinhardsbrunn beantragen. Ebenso für eine Machbarkeitsstudie, um für den Bahnhof Friedrichroda eine neue Nutzung zu finden. Das weiträumige Areal wäre als Wohnmobil-Standort denkbar, sagt Monika Siede. Friedrichroda will die marode Österfeld-Brücke am Radweg abreißen und durch eine neue ersetzen lassen.

Die Sanierung des Sportplatzes Friedrichroda soll in den nächsten Jahren angegangen werden, zuerst das Mehrzweckgebäude. Ein Teil der absehbaren Kosten von drei Millionen Euro soll mit Zuschüssen eines Bund-Länder-Programms bezahlt werden.

Insgesamt sieht der Etatentwurf fürs kommende Jahr rund 11,5 Millionen Euro im Verwaltungs- und 4,8 Millionen Euro im Vermögenshaushalt vor.