Was man aus „Krieg der Sterne“ lernen kann

Neudietendorf.  Teilnehmer aus ganz Deutschland kommen nach Neudietendorf, um sich anhand der Star-Wars-Filmreihe weiterzubilden

Ein Ausspruch der Star-Wars-Figur Yoda ist Titel der Tagung in Neudietendorf.

Ein Ausspruch der Star-Wars-Figur Yoda ist Titel der Tagung in Neudietendorf.

Foto: Marco Kneise

„Viel zu lernen du noch hast“ ist ein Satz, den viele seiner Hörer zweifellos Meister Yoda zuordnen würden. Mit ihrer kauzigen Art und ihrem eigensinnigen Satzbau ist die Figur Teil eines popkulturellen Phänomens, das in fast jeder Generation Fans findet: Star Wars. 12 bis 70 Jahre alt sind die Teilnehmer, die nach Neudietendorf gekommen sind. Ein ganzes Wochenende beschäftigten sie sich mit der Filmreihe und Bildungschancen, die die galaktische Heldensaga mit sich bringt.

„Star Wars hängt mit vielen Lebenswelten zusammen“, erklärt Jan Grooten von der Jugendbildungsstätte Junker Jörg. Die Eisenacher Einrichtung hat die Tagung zusammen mit der evangelischen Akademie Thüringen, der Thüringer Landesmedienanstalt und der Landeszentrale für politische Bildung initiiert. Der Krieg der Sterne, wie die Reihe anfangs noch in Deutschland hieß, habe sich als gutes Beispiel erwiesen, um daran gesellschaftliche und politische Themen zu besprechen. So wird in einem Seminar des dreitägigen Symposiums ausgearbeitet, welche Gesellschaftsformen in den Filmen abgebildet werden und wie diese sich auf die Individuen auswirken.

Weiterbildung für Studierende der Medienbildung

Die Besucher der Tagung sind nicht nur aus privaten Interesse nach Neudietendorf gekommen. Unter den 24 Teilnehmern sind auch Studenten des Fachs Kinder- und Jugendmedienbildung der Universität Erfurt, so wie Sophie Karch. Sie sieht die Herangehensweise als eine Chance, auch Kinder aus bildungsfernen Schichten zu erreichen.

Faszinierend ist für viele Star-Wars-Fans die futuristische Technik, die in den Filmen zu sehen ist. Lichtschwerter und Laserpistolen sind noch Utopien, doch Androiden, also menschenähnliche Roboter wie die Figur C3PO, sind bereits in unserer Zeit angekommen. Mirko Pohl von der Landesmedienanstalt baut mit den Teilnehmern eine humanoide Maschine aus Legosteinen. Auch künstliche Intelligenz und deren Auswirkung auf die Menschheit wurde anhand von Beispielen aus der Filmreihe besprochen.

Zu den Kommentaren