Jenaer Tanzschule Näder feiert 20-Jähriges mit einer Gala

Jena  Jede Körperzelle will tanzen: Volkshaus-Gala zum 20-jährigen Bestehen der Tanzschule Näder.

Mit einem Querschnitt der Kreationen aus 20 Jahren wurde am Sonnabend im Volkshaus eine Gala zum Jubiläum der Tanzschule Näder dargeboten.

Mit einem Querschnitt der Kreationen aus 20 Jahren wurde am Sonnabend im Volkshaus eine Gala zum Jubiläum der Tanzschule Näder dargeboten.

Foto: Thomas Stridde

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Tanz mag für gemeinsam Tanzende eine besondere Symbiose sein. Von der Symbiose lebt aber auch die Leitung der Tanzschule Näder, die am Sonnabend ihren Festakt zum 20-jährigen Bestehen mit einer Gala im Volkshaus feierte.

Astrid Heßmer ist seit Mai 2018 die Managerin der Tanzschule und beschreibt im Zeitungsgespräch das Symbiotische. Selbst einst deutsche Junioren-Vizemeisterin in der Kombination „Zehn Tänze“, kann sie wegen einer Erkrankung heute nicht mehr aktiv sein.

Dafür kümmert sich die aus Hamburg stammende Astrid Heßmer als studierte Juristin und Betriebspädagogin um alle organisatorischen Belange, so beschreibt es Astrid Heßmer, folglich Inhaberin und Schulgründerin Nicole Näder mehr Zeit und Kraft für das Eigentliche bleibe. „Wir vertrauen uns blind.“ Astrid Heßmer gerät ins Schwärmen, wenn sie über die Chefin des Hauses spricht: Nicole Näder (45) sei ein „begnadetes Tanztalent“ und als Choreographin „unfassbar gut“. Nicht von ungefähr habe der berühmte Tanz-Experte Joachim Llambi 2018 bei seinem Besuch in Jena Nicole Näder „mehr als auf Augenhöhe“ mit sich selbst gesehen.

Ein bisschen Knigge ist inbegriffen

Zum Beispiel gehe es darum, „das Portfolio der Gesellschaft anzupassen“, also mit Angeboten auf Trends zu reagieren. Etwa für Hip Hop, etwa für Lady Style oder ganz aktuell für das Lizenzprodukt „Movita“ als Mischung aus Tanz und Fitness sei es essenziell, dass sich die Tanzlehrer des Hauses um Weiterbildung kümmern, erläuterte Astrid Heßmer. „Da hat Nicole ein Näschen.“ Zum Team der Schule, die ihren Sitz in der ehemaligen Hauptpost am Ernst-Haeckel-Platz hat, gehören 20 Leute, darunter neun Tanzlehrer wie auch Assistenten – und Azubis.

Pro Jahr nähmen zwei bis vier junge Leute eine dreijährige Ausbildung zum IHK-anerkannten Tanzlehrer auf, berichtete Astrid Heßmer. Möglich sei das wegen des Gütesiegels der Mitgliedschaft im Allgemeinen deutschen Tanzlehrerverband ADTV. Und eine Auszeichnung sei es ja wohl auch, dass immer Mittwoch bis Donnerstag bei Näders die Theorie-Ausbildung aller Azubis aus Mitteldeutschland erfolgt.

Nach Astrid Heßmers Worten sind die Möglichkeiten im Hause riesig: Beim Paartanz gebe es keine gängige Variante, die nicht angeboten werde. Inbegriffen seien hier immer bestimmte „Bausteine“, also etwa zusätzliche Technikkurse. Neben den Solotanz-Arten werden im Hause Näder Kurse für Formationstanz gepflegt mit jeweils mindestens zweimal Training pro Woche.

Hinzu kommen die normalen Schüler-Tanzkurse. Deren fünf bis sechs werden in zehn Doppelstunden unterrichtet. „Ein bisschen Knigge ist hier inklusive“, sagt Astrid Heßmer. In der Summe sind es pro viermonatige Saison 2000 Tanzschüler, die an sieben Tage die Woche das Haus beleben. Die jungen Leute aus jenen Standard-Kursen zum Weitermachen in der Tanzschule zu motivieren, das sei nach wie vor nicht einfach.

Eine optimistische Antwort hat Astrid Heßmer auf die Frage parat, was denn jenen Menschen zu erwidern sei, die in sich den Inbegriff des Nicht-Tänzers sehen? „In jedem Körper steckt der Drang, Musik zu vertanzen. Das ist ein Grundwunsch.“ Das drücke sich schon in ganz banalen Hand- und Fingerbewegungen aus. „Jede Zelle hat den Wunsch zu tanzen.“

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