Zauberhaftes aus dem Saaletal

Lindig  Christel Lohmeier hat ein Kinderbuch geschrieben, das man derzeit auf der Leuchtenburg erwerben kann.

Christel Lohmeier aus Lindig hat das Kinderbuch „Zauberhaftes aus dem Saaletal“ veröffentlicht

Christel Lohmeier aus Lindig hat das Kinderbuch „Zauberhaftes aus dem Saaletal“ veröffentlicht

Foto: Jens Henning

Christel Lohmeier (76) ist dreifache Oma und schon einmal Ur-Oma. Sie wohnt wieder in Lindig bei Kahla und hat sich vor wenigen Tagen einen Wunsch erfüllt. Sie hat ihr drittes Buch mit Kindergeschichten veröffentlicht.

Das Buch trägt den Titel „Zauberhaftes aus dem Saaletal“. Die Hauptfigur ist der Burggeist Ernst August von der Leuchtenburg. Acht Geschichten hat sie auf insgesamt 71 Seiten verewigt. Das Buch ist im kinderfreundlichen Format von 21 x 21 Zentimeter erschienen. Der Burggeist ist auf dem Titelbild zu sehen, zusammen mit zwei Elfen.

„Ich sitze im Garten auf meiner Schaukel. Sie steht im Innenhof. Und ich sehe die Spitze der Leuchtenburg“, sagte die Rentnerin. Dass sie im hohen Alter die Lust am Schreiben fand, lag an ihren Enkelkindern. „Ich bin 1992 nach Bielefeld gezogen, der Liebe wegen. Den Kontakt in meine Heimat habe ich aber nie abreißen lassen. Ich habe begonnen, Geschichten zu schreiben, vor allem für meine Enkel. Einfach so. Auf weißem Papier. Irgendwann habe ich gesehen, dass da ein ganz schöner Stapel zusammen gekommen war.“

Durch Zufall lernte sie Berit Tolke (41) aus Lindig kennen, eine Werbetexterin. Man kam ins Gespräch. Die Fachfrau in Sachen Schreiben schaute sich die losen Zettel mit den Geschichten an und fand Geschmack an dem Projekt. Sie nahm Verbindung zu Berufskollegen aus dem Raum Dresden auf. „Sie haben uns geholfen beim Layout und auch bei der Gestaltung des Buches mit Bildern“, sagte Tolke.

Die Auflage für das Kinderbuch beträgt 1000 Stück. Ihre ersten zwei Bücher waren jeweils in 500facher Ausführung heraus gegeben. Sie sind schon vergriffen. „Das Buch hat Potenzial“, sagte Ilka Kunze von der Leuchtenburg nach dem ersten Durchblättern.

Die Autorin hat in ihrem Buch viele Orte aus Kahla und Umgebung in die Geschichten eingebaut, wie Lindig, Seitenroda, das Freibad von Kahla oder die Friedensschule. Die Präsentation ihres Buches im Info-Center auf der Leuchtenburg war für die 76-Jährige ein besonderer Moment. „Ich bin seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder auf der Burg. Hier hat sich einiges getan. Ich erkenne die Burg kaum wieder“, sagte sie. Dass die Burg die Porzellanwelten beheimatet, hat sie sehr gefreut. Denn Christel Lohmeier war fast drei Jahrzehnte im Kahlaer Porzellanwerk in allen möglichen Bereichen tätig. Damals hieß sie aber noch nicht Lohmeier. „Mich kennt man sicherlich nur noch unter meinem Kindernamen, als die Timmermann.“

Zu erwerben ist das Buch im Info-Center der Leuchtenburg. Weitere Vertriebspartner sind in Planung.

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