Grundstein fürs Bratwurstmuseum in Mühlhausen gelegt

Mühlhausen.  Der Grundstein für das Bratwurstmuseum am Mühlhäuser Stadtwald ist gelegt. Verein und Investor halten an Eröffnung am 17. Mai fest.

In Mühlhausen wurde der Grundstein für das neue Thüringer Bratwurstmuseum gelegt. Pflaumenblütenkönigin Franziska Luig, Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke), Thüringens Wurstkönigin Jennifer Risch  und Bratwurstkönig Norbert (von links) füllten die Schatulle.

In Mühlhausen wurde der Grundstein für das neue Thüringer Bratwurstmuseum gelegt. Pflaumenblütenkönigin Franziska Luig, Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke), Thüringens Wurstkönigin Jennifer Risch und Bratwurstkönig Norbert (von links) füllten die Schatulle.

Foto: Daniel Volkmann

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Die Schatulle hat die Form einer Rostbratwurst. Schließlich ist es nicht irgendein Grundstein, der gelegt wird, sondern der für das Bratwurstmuseum am Mühlhäuser Stadtwald.

Montagmittag kamen – neben einer aktuellen Tageszeitung – das Ur-Rezept der Thüringer Bratwurst, eine Kopie der Ersterwähnung der Wurst am 20. Januar 1404 und ein Meißner Groschen, mit dem einst der Darm für die Wurst bezahlt wurde, in die Schatulle. Das übernehmen der Thüringer Bratwurstkönig, Mühlhausens Pflaumenblütenkönigin Franziska Luig, die Thüringer Wurstkönigin Jennifer Risch und Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke).

Spatenstich für das Bratwurstmuseum in Mühlhausen

Die Schatulle wird in den Bratwurstbrunnen eingelassen, der später im Foyer des Hauptgebäudes stehen wird.

Laut dem Mühlhäuser Investor Jan Kratochwil werden die Arbeiten in den kommenden Tagen beginnen, eine Teilbaugenehmigung der Stadtverwaltung erwartet er für die nächsten zwei, drei Wochen. Dann können die Versorgungsleitungen gelegt und die ersten Bodenplatten gefertigt werden, können die Gehege für die Tiere gebaut werden. Fünf Millionen Euro sollen in mehreren Bauabschnitten investiert werden.

Im ersten Abschnitt fließt das Geld vor allem für das Außengelände. Wenn am 17. Mai das Museum eröffnet, soll nicht nur die Versorgung gesichert sein, es soll bestenfalls auch das Museum stehen, sagt Kratochwil. Und es soll ein Bratwurstbier geben mit dem Namen Peterhänschen. „Wir wollen am Markt wachsen,“ heißt es von Thomas Mäuer von der Bratwurstmuseum-Betriebs-GmbH und Uwe Keith vom 320 Mitglieder starken Verein. Selbst Kratochwil nennt den Termin „sehr ambitioniert“, doch man wolle Mitte Mai ein Gelände auf einem „vertretbaren Stand“ anbieten.

Geplant sind schon einige Großveranstaltungen: die Bratwurstiade am 3. Oktober mit lustigen Spielen zum Thema „Wie die Bratwurst nach Amerika kam“ und das Bratwursttheater, in dem „Die Muspredigt zu St. Marien“ aufgeführt werden soll. Für das Jahresende ist eine Show vorgesehen unter der Überschrift „Das Leben kann so lecker sein“.

2019 gab es am bisherigen Standort des Museums 23 Theateraufführungen, die nach Aussage von Thomas Mäuer alle bereits Wochen vorher ausverkauft waren. Insgesamt habe man im vergangenen Jahr 70.000 Besucher gezählt und die Ankunft von 450 Reisebussen. Das große mediale Interesse am Umzug von Museum und Eventgelände von Holzhausen nach Mühlhausen habe dazu beigetragen, dass sich Menschen für das Bratwurstmuseum und seine Veranstaltungen interessierten, die vorher nichts damit verbunden hatten.

Das bisher in Holzhausen bei Arnstadt beheimatete Museum benötigt mehr Platz, der am bisherigen Standort nicht verfügbar war. In Mühlhausen soll auf einem 3,5 Hektar großen Gelände am Stadtwald außerdem in mehreren Bauabschnitten für fünf Millionen Euro nach und nach ein „Thüringer Angerdorf“ entstehen. Dort sollen unter anderem Ferienunterkünfte, ein Sportbereich und ein Streichelzoo zu finden sein.

Die erneut groß aufgezogene Grundsteinlegung ist quasi der zweite Baustart, bereits am 22. November war eingeladen zum ersten Spatenstich für das Bratwurstmuseum.

Noch nicht geklärt ist, wer die Rostwürste für das Museum liefert. Mittelfristig gesehen, wolle man sie selbst produzieren, sagte Thomas Mäuer. Er rechnet mit mehr als 100.000 Stück.

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