Neues Buch zum Weimarer Cranach-Altar

Weimar  Weimar. Sehr gut besuchte Präsentation des neuen Buches in der Weimarer Stadtkirche St. Peter und Paul. Würdigung für Autorin und Verlag.

Elisabeth Asshoff, Pfarrer Sebastian Kircheis und Verleger Steffen Knabe nach der musikalischen Vesper mit dem neuen Büchlein zum Cranach-Altar. Foto: Michael Baar

Elisabeth Asshoff, Pfarrer Sebastian Kircheis und Verleger Steffen Knabe nach der musikalischen Vesper mit dem neuen Büchlein zum Cranach-Altar. Foto: Michael Baar

Foto: zgt

In einer musikalischen Vesper ist am Wochenende das neue Buch zum Weimarer Cranach-Altar vorgestellt worden. Autorin Elisabeth Asshoff selbst las in der Stadtkirche St. Peter und Paul aus dem überarbeiteten und erweiterten Text, eingebettet in Orgel- und Chormusik der Kantorei.

Unter dem Titel "Der Weimarer Cranach-Altar – ein ernstinisches Bekenntnis zur Reformation" baut das von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Weimar herausgege-bene und im Tourist-Verlag Weimar erschienene Buch auf den Forschungen und Interpretationen der Autorin für "Der Cranachaltar und die Epitaphien der Stadtkirche St. Peter und Paul zu Weimar" auf. Dennoch ist das jetzt vorgestellte Buch mit einem Vorwort von Superintendent Henrich Herbst keine einfache Neuauflage.

Inhaltlich beschreibt die Autorin erstmals die Pflanzen des Altarbildes und ihre symbolische Bedeutung. Sie widmet ihnen ein eigenes Kapitel. Zudem kann sie auf ihre neueren Forschungen zur Rekonstruktion der lateinischen Inschrift auf der Altar-Predella zurückgreifen.

Ihre Botschaft: Der Cranach-Altar ist ein Bildnis für den Glauben und ein politisches Dokument aus dem ernestinischen Herzoghaus, das sich als Hüter des lutherischen Glaubens versteht. Das betont auch der Superintendent in seinem Vorwort. Das Buch schließe eine schmerzliche Lücke in der Reihe der Publikationen über die Herderkirche und ihren Altar.

Mit der Einbandgestaltung und dem großen Wert, der auf die Fotos gelegt wurde, trägt auch der Tourist-Verlag unter dem Dach des Weimarer Verlagshauses Knabe zu diesem Lückenschluss bei. Eingeklappte Halbseiten zeigen nämlich die Rückseiten der Flügelbilder, die sonst nur in der Karwoche zu sehen sind, wenn der Cranach-Altar geschlossen wird und damit den Blick auf Kreuzigung und Auferstehung nicht freigibt.

So erntete denn auch Steffen Knabe viel Applaus für dieses erste Buch seit Übernahme des Tourist-Verlages. Er bekannte: Mit Elisabeth Asshoff und ihm seien wohl zwei Perfektionisten aufeinander getroffen.

"Der Weimarer Cranach-Altar – ein ernstinisches Bekenntnis zur Reformation"; 7,95 Euro. ISBN 978-3-946553-00-7