Zweimal hatte sich Handballerin Josefine Hanfland schon das Kreuzband gerissen. Auch in dieser Saison plagten die Österreicherin vom Thüringer HC Verletzungen, die zum Pausieren zwangen. Nun steht die 30 Jahre alte Abwehrchefin aus Tirol wieder zur Verfügung und führt die Mannschaft in der wichtigen Phase der Saison. Beim Final Four um den DHB-Pokal in Stuttgart konnte aber auch Hanflands Präsenz den THC nicht vor zwei Niederlagen bewahren. Die Handball-Frauen aus Thüringen verloren das Halbfinale gegen die HSG Bensheim/Auerbach (34:36 nach Siebenmeterwerfen) und das Spiel um Platz drei gegen die HSG Blomberg/Lippe (27:29).
Was können Sie Positives aus der Pokal-Pleite in Stuttgart mitnehmen?
Es war unsere Einstellung, die hat absolut gestimmt. Wir sind voll reingegangen, haben uns auch im Spiel um Platz drei nicht hängen lassen. Wir haben zeitweise eine echt gute Abwehr gestellt, waren mit jedem Gegner auf Augenhöhe. Am Ende schauen wir leider ins Leere.
Hanfland ärgert sich über „Zehn-Minuten-Hänger“ in beiden Partien
Was fehlte, um einen Erfolg zu landen?
Es waren in beiden Spielen diese Hänger über zehn Minuten, die uns die Siege gekostet haben. Wir haben da vorn einfach zu viel liegen gelassen. Gegen Bensheim war es am Ende der Wurf von Außen in der letzten Minute, der auf dem Tor landete. Im Siebenmeterwerfen ist es Glückssache.

Wie hatte die Mannschaft an dem Samstagabend das verlorene Halbfinale verarbeitet?
Die Niederlage gegen Bensheim tat unglaublich weh. Wir haben im Hotel das zweite Spiel von Dortmund gegen Blomberg geschaut. Danach sind wir bald ins Bett. Ich habe ganz gut geschlafen, andere haben kein Auge zu bekommen. Wir sind dann früh aufgestanden. Wir wollten schon noch Dritter werden. Statt einer Medaille gab es aber nur diesen Beutel mit kleinen Geschenken (d.A. Schokolade, drei Golfbälle, ein Ladekabel, eine Powerbank und ein Handyband).
Sie selbst sind erst seit ein paar Tagen wieder im Training. Wie war es so von Null auf Hundert?
Ich war schon ein bisschen nervös, ob eine Woche Training reicht. Aber ich bin schon lange im Geschäft. Und nach ein paar Minuten und den ersten zwei Toren wusste ich, dass ich helfen kann.
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Erschüttert die Pokalpleite das Selbstbewusstsein?
Nein, Mund abwischen. Die nächste Aufgabe wartet schon am kommenden Sonntag in Nyköbing mit dem Viertelfinale. European League ist unser Ding. Wir wollen wieder ins Final Four. Mit dieser Einstellung ist das möglich. Und dann kommt hoffentlich auch das Glück zurück.




