Ärgerliche Niederlage für den HSV Bad Blankenburg am Sonntagabend: Die Lavendelstädter unterlagen dem HC Elbflorenz Dresden II mit 28:29 und kassierten damit die erste Saisonniederlage in der Handball-Regionalliga. „Mit unserer Erfahrung hätten wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen“, schätzte Dorian Kopczynski ein. Die jüngste Neuverpflichtung der Bad Blankenburg, der aus Frankreich in den Thüringer Wald wechselte und erst seit zwei Wochen im HSV-Team mittrainiert, war mit seinen sieben Treffern bester Torschütze beim Gastgeber.
HSV dreht Spiel in der zweiten Halbzeit
Für den HSV Bad Blankenburg ging das Spiel so richtig in Minute 37 los: Die Gastgeber gerieten gegen die wieselflinken Dresdener mit 13:16 in Rückstand und den Thüringern drohte das Spiel zu entgleiten. Doch die Truppe des Trainerduos Ivo Havel und Tomas Zeman trat auf das Gaspedal – allen voran Torhüter Benas Vaicekauskas, der in dieser Phase der Partie die entscheidenden Bälle hielt. So konnten die Thüringer wieder ausgleichen und sogar in Führung gehen (22:19, 47.).
Dominanz der Abwehrreihen in Hälfte eins
Es war kein Vergleich zur ersten Hälfte, in der die HSV-Sieben doch etwas reserviert, vor allem in der Offensive, agierte. Man spürte, dass sich die Gastgeber mit der offensiven Deckung in der ersten Hälfte doch recht schwer taten. Vor allem, als man Sechs gegen Sechs spielte, fand man oftmals keine probaten Mittel, um zu erfolgversprechenden Chancen zu kommen. Und so wechselte in den ersten 30 Minuten immer wieder die Führung, konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Bis zum 12:13-Halbzeitstand dominierten auf beiden Seiten die Abwehrreihen.
Lesen Sie auch
Sieben Minuten vor dem Spielende war es eine Partie, in der beide Seiten letztlich als Sieger vom Parkett gehen konnten: Beim 24:23 wogte das Geschehen hin und her, spätestens beim 25:25 (56.) begann die Crunchtime in dieser Partie. In der kassierte HSV-Kapitän Jonas Bogatzki 130 Sekunden vor dem Ende die rote Karte und das Momentum lag in der letzten Spielminute auf Seiten der Dresdener.
„Wir hätten schon viel früher für klare Fronten sorgen müssen, hätten uns den Drei-Tore-Vorsprung nicht mehr aus der Hand nehmen lassen dürfen“, sagte ein enttäuschter Ivo Havel. Er hätte sich in manchen Situationen gewünscht, dass einige Spieler nicht nur 80 Prozent ihrer Leistung abrufen, sondern eben 100 oder noch besser 120. „Ansonsten gewinnst du so ein Spiel nicht“, so der ehemalige Kreisläufer, der sich wohl einen anderen Ausgang in diesem ersten Heimspiel für die Bad Blankenburger gewünscht hätte. Möglich wäre es auf jeden Fall gewesen.




