Erst gepatzt, dann gedreht

Dachwig  Fußball-Thüringenliga: Gegen im Vergleich zum Pokal-5:0 verbesserte Frankenhäuser tut sich Fahner Höhe ungleich schwerer

Im Thüringenpokal war der FC An der Fahner Höhe (rechts: Norman Müller) von Bad Frankenhausen nicht zu stoppen. Eine Woche später musste der Favorit bis kurz vor Schluss um Zählbares zittern. 

Im Thüringenpokal war der FC An der Fahner Höhe (rechts: Norman Müller) von Bad Frankenhausen nicht zu stoppen. Eine Woche später musste der Favorit bis kurz vor Schluss um Zählbares zittern. 

Foto: Sebastian Fernschild

Beide Teams wussten, dass es in der Fußball-Thüringenliga ein anderes Spiel werden würde als acht Tage zuvor, als der FC An der Fahner Höhe den SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen in der ersten Runde des Landespokals mit 5:0 vom Platz gefegt hatte. „Allein Norman Both verändert das Spiel der Frankenhäuser ungemein“, verwiesen Tobias Busse und Artur Machts, Trainer und Kapitän der Fahnerschen, unisono auf die Qualitäten des im Pokalduell noch fehlenden Gästetorjägers.

17 Minuten waren gespielt, da stellte er diese eindrucksvoll unter Beweis: Nach einem Ballgewinn schickten die Gäste ihre Sturmspitze ins Laufduell mit Stelzer. Both schirmte den Ball geschickt ab, umkurvte Keeper Bresemann und stellte auf 1:2. Schon beim 0:1 war den Gastgebern ein Schnitzer unterlaufen, als Kruses Rückpass auf Bresemann zu kurz geriet und Blau-Weiß-Kapitän Auerbach dazwischen preschte (4.). Zwei Minuten später egalisierte Stelzer nach einem Freistoß per Flachschuss.

Nach dem Tiefschlag durch Both taten sich die Gastgeber zunächst schwer, hatten aber dennoch die Chancen, um zur Halbzeit zu führen. „In der Pause haben wir noch einmal klar gesagt, dass wir die Fehler abstellen müssen“, sagte Fahners Abwehrrecke Machts. Doch das brauchte sein Team gar nicht, denn vom Aufsteiger kamen offensiv keine Akzente mehr. Dem Favoriten spielte diesbezüglich in die Karten, dass sich Frankenhausens Keeper Tiffert verletzt hatte und sie mangels Ersatzkeeper Feldspieler Schmidt im zweiten Durchgang zwischen die Pfosten stellen mussten. Der hielt sogar gut, denn Fahner ließ etliche Chancen liegen. Erst ein Eigentor brachte zehn Minuten vor Schluss die Wende: Winges starken Freistoß lenkte Schwabe ins eigene Netz. Der Ausgleich war wie eine Befreiung, dazu brachten Trübenbach, Aliyev und Kupke eine Qualität von der Bank, die in der Vorsaison noch fehlte. Preller, bis dato wie im Pokalspiel glücklos, traf per Drehschuss aus dem Gewühl zum 3:2 (83.), Aliyev nutzte die starke Vorarbeit von Trübenbach und Lischke zum 4:2-Endstand.

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