Nur noch wenige Sekunden mit verbleibender Restspielzeit auf der Uhr, der sogenannten Shot Clock. Tatort Trier am Mittwochabend in Süddeutschland.
Science City Jena führt zwischendurch mit 18 Punkten bei den Gladiators Trier. Die wenigsten Basketball-Fans hätten gedacht, dass der Aufsteiger von der Saale nach dem Pokalspiel am Montagabend bei Alba Berlin (78:91) zu einer erneuten Energieleistung fähig ist.
Der Kapitän von Science City Jena richtet es
Jena spielt stark, hat in Joe Wieskamp mit 19 Punkten und 15 Rebounds den Garanten in seinen Reihen. Dennoch führen kurz vor Schluss wieder die Gastgeber mit 94:93. Wem gibt man in so einer Situation den Ball? Richtig – dem Kapitän!
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Eric Washington zeigt Verantwortung, forciert auf links aus der Halbdistanz den Step-Back und trifft, mit Ablauf der Spielzeit. Science City gewinnt mit 95:94.
„Wir sind total glücklich, dass wir das Spiel auf diese Art gewonnen haben. Es war eine extrem harte Anfangsphase in der Saison mit so vielen Auswärtsspielen. Darunter leidet auch die Vorbereitung. Dafür haben wir es heute super gemacht. Wir hätten zu Beginn in Trier auch mit 20 Punkten zurückliegen können. Unsere Defensive ab dem dritten Viertel war der Knackpunkt. Die wechselnde Verteidigung der Trierer hat es uns schwer gemacht. Aber am Ende trifft Eric den Wurf und sichert uns den Sieg“, versucht Science-City-Trainer Björn Harmsen, den vierten BBL-Saisonsieg in Worte zu fassen.
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Offene Rechnung mit Trier beglichen
Etwas deutlicher formuliert es Jenas Kristofer Krause, der mit seinen sicheren Würfen ebenfalls zum Sieg beitrug. „Wir hatten aus der vergangenen Saison noch eine Rechnung mit Trier offen. Umso schöner, dass uns das heute gelungen ist.“ Gar nicht so einfach für einen Aufsteiger, der bislang vermehrt auswärts antreten musste und nach Heidelberg und Oldenburg erneut geliefert hat.
„Es war ein großartiger Wurf eines großartigen Spielers. Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung heute als Team. Das macht uns aus, das ist das Rezept“, übt sich Jenas Bester Joe Wieskamp derweil in Bescheidenheit.

Partie gegen Ulm am 6. Dezember
Bescheiden müssen die Saalestädter an diesem Abend allerdings nicht sein, nach dem unerwarteten Erfolg beim aktuellen BBL-Tabellenführer. 5346 Zuschauer in Trier waren Sekunden vor Schluss dem Jubel nah – doch Eric Washington belehrte sie, aus Jenaer Sicht, eines Besseren.
Aktuelle Nachrichten zu den Jenaer Basketballern:
Die knapp 500 Kilometer Heimfahrt von Trier nach Jena dürften die Science-City-Spieler jedenfalls mit einem guten Gefühl bestritten haben. Nun warten ein paar Tage Regeneration aufgrund der Länderspielpause, bevor am 6. Dezember das nächste Liga-Duell ansteht. Diesmal zu Hause gegen Ratiopharm Ulm, etwas weniger Stress in der Vorbereitung. Wobei: Stress scheint den Basketballern aus Jena angesichts der derzeitigen Erfolge eher ein Fremdwort zu sein.








