Dass Aliaksandr Halouski direkt korrigiert, als er als Topscorer bezeichnet wird, zeigt, was für ein feiner Charakter er ist. Das sei Thomas Böhme gewesen vom RSV Lahn-Dill, der im zweiten Finalspiel einen Punkt mehr erzielte als er selbst. Halouski stellt sich selbst in den Hintergrund – stets höflich, beinahe schüchtern. Seine Leistungen rücken ihn in den Vordergrund. Wie am Freitag, als er mit 22 Punkten abermals den größten Anteil daran hatte, dass seine RSB Thuringia Bulls zum achten Mal Deutscher Meister im Rollstuhlbasketball wurden.
Wir sprachen mit dem gebürtigen Weißrussen über seine Erfolgsgeschichte mit den Bulls, andere feine Menschen und warum er mit der Saison trotz des Doubles aus Meisterschaft und Pokalsieg nicht ganz zufrieden ist.
Glückwunsch zum Deutschen Meistertitel! Das war ein verdammt enges Spiel und eine interessante Serie.
Danke. Es war schön. Lahn-Dill war gut vorbereitet und hat einen Schlüssel gegen unsere Offense gefunden. Wir hatten lange Probleme, waren offensiv nicht „scharf“ genug. Aber wir haben für unsere Fans gekämpft und es geschafft.
Hätten Sie es sich träumen lassen, als Sie vor 15 Jahren nach Elxleben kamen, dass Sie so lange bleiben und inzwischen achtfacher Deutscher Meister sein würden?
Ich kann nur sagen: Danke an Josef Jaglowski (sein erster Meistertrainer, Anm. d. Red.) und Lutz Leßmann (sein Entdecker und Teamgründer der Bulls)! Es geht nur um Menschen, und Lutz ist ein unglaublicher Mensch. Deshalb bin ich schon so lange hier – wegen der tollen, ehrlichen und schönen Menschen. Für mich ist es dagegen einfach: Ich muss nur Wasser trinken und morgen wieder trainieren.
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Trotz Ihrer zwischenzeitlichen Verletzung war es mit dem Meistertitel und Pokalsieg fast die perfekte Saison, oder?
Das mit der Verletzung war meine Schuld. Dadurch war ich beim Champions Cup nicht richtig bereit. Es war nicht perfekt. Wir müssen uns dynamisch weiterentwickeln.
Nächstes Jahr das Triple? „Erst machen, dann sagen“
Und dann nächstes Jahr das Triple holen?
Ich bin ein Mann der Tat. Erst machen, dann sagen. Also kann ich dazu nichts sagen.
Fühlen Sie sich noch jung genug, um noch ein paar gute Jahre zu spielen?
(lacht) Das ist mein Ziel. Jung bin ich nicht mehr, aber glücklich und gesund. Wenn ich aber merke, dass ich keine Leistung mehr bringe, bin ich raus.




